Enterprise 2.0-Folien en masse

Juli 19, 2007 um 9:10 pm | Veröffentlicht in Enterprise 2.0 | Hinterlasse einen Kommentar

Der ein oder andere kennt ja doch schon die Präsentation „Meet Charlie“. Falls nicht: Die echt ansprechend gestalteten Folien ermöglichen jedem einen schnellen Einstieg in Enterprise 2.0.
Gleich anschauen:

Gut, aber deswegen schreibe ich den Post ja nicht. Sondern weil ich auf der Suche nach dem Link zu obigen Folien noch auf weitere „Meisterwerke“ gestoßen bin.

Z.B. hier ein Beispiel was eine Technologie-Beratung für Enterprise 2.0-Folien bastelt. Naja nicht irgendeine, meine Ex-Kollegen. Umso schlimmer. Echt grauenvoll:

Und dann bin ich (heute erst, Schande über mich) auf diese Folien gestoßen:

Echt super. Wird gleich mal geklaut runtergeladen.
Naja und es gibt auf Slideshare ja noch einige mehr. Alle erst 3-4 Wochen alt. Das Thema gewinnt langsam echt an Fahrt…

Web 2.0 in deutschen Unternehmen – @ IBM-Analysten-Dinner

Juli 12, 2007 um 3:13 pm | Veröffentlicht in Enterprise 2.0, social networking, Web 2.0 | 12 Kommentare

Mir wurde gestern die Freude zu teil (als Vertretung) an einem von der IBM veranstalteten Analysten-Dinner (im kleinen Kreis) teilzunehmen, zu dem der Präsident der IBM SoftwareGroup Sebastian Krause eingeladen hatte (und auch anwesend war, was imho zeigt, dass die IBM das Thema ernst nimmt). War absolut spannend. Nachdem es ein langer Abend mit viel Inhalt war, versuche ich eher stichpunktartig zusammenzutragen, was mir wichtig erscheint:

– Peter Schütt (IBM) meinte z.B., dass es ihn beunruhigt, wie wenig die deutschen Unternehmenvon den (durch Web 2.0 etc.) gebotenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit Gebrauch machen. Er sieht dadurch auch den Standort Deutschland gefährdet bzw. in jedem Fall hinterherhinken.

– Schnell wurde auch einer der Haupt-Gründe dafür gefunden: die Organisationskultur (die auch später noch mehrmals angesprochen wurde). Nicole Dufft (Berlecon Research) berichtete, dass aus Ihrer Erfahrung die Einführung von Enterprise 2.0 oft mit folgendem Vorwand abgelehnt wurde: „Erst muss sich die Kultur ändern“.
Es waren sich (früher oder später, mehr oder weniger) alle einig, dass sich eine Kultur nicht mal eben ändern lässt und dass Social Software auch dazu beitragen kann, dass sich die Kultur ändert, dies braucht nur Zeit. Dem hat auch Beate Werlin (IBM Communications) zugestimmt und hinzugefügt: Es ist notwendig den Leuten zu vermitteln welche Vorteile Social Software einem Unternehmen bringen kann. Jeder der Social Software erst einmal eingesetzt hat, wird auch seinen Kollegen begeistert davon erzählen und diese mit seiner Begeisterung anstecken. Klingt doch vernünftig, oder?

– Natürlich wurde auch viel über die beiden IBM-Suiten Lotus Connections (für unternehmensweite Kollaboration) und Lotus Quickr (für Teams) gesprochen. Ersteres hat die IBM vor gerade mal 2 Wochen (offensichtlich selbst für die anwesenden Analysten) überraschend schnell an den deutschen Markt gebracht. Und jeder der Anwesenden sprach der IBM damit auch eine Vorreiterrolle in Sachen Enterprise 2.0 zu.

– Neben einigen „Ideen“ die mir schon bekannt waren, fand ich interessant wie die IBM das Web 2.0 aufteilt:
1. das Web 2.0 im privaten, öffentlichen Bereich,
2. das Web 2.0 im öffentlichen Bereich von Unternehmen (oft über die Communications-Abteilungen gesteuert)
3. und das Web 2.0 im sicheren, organisationsinternen Bereich

– Ab diesem Punkt wurde dann auch kontrovers diskutiert. Herr Schütt meinte z.B., dass man den Mitarbeitern erklären müsste wie und über was man (im internen Web 2.0) bloggt. Dies ist aus meiner Erfahrung nicht so. Ja mehr Freiheiten man den Mitarbeitern hier lässt desto genialere Arten der Zusammenarbeit können sich je nach UN-Kultur entwickeln. Warum soll man die Leute nicht so bloggen lassen, wie sie es auch extern tun. Umso mehr man hier die Mitarbeiter einschränkt, umso weniger von diesen werden auch (aus Angst was falsch zu machen) bloggen und umso mehr Potential geht verloren. Auch noch 1-2 andere Male waren mir die Aussagen der erfahrenen Experten am Tisch zu Top-Down. Ich in meinem jugendlichen Leichtsinn plädiere für wesentlich mehr Bottom-Up (und da bekam ich netterweise auch Rückendeckung). Das hat zwar auch schon bei meinem Enterprise 2.0-Vortrag an der TU München Prof. Matthes nicht gefallen und vielleicht liege ich da einfach falsch. Aber vielleicht auch nicht. 😉 Es gibt einfach zu wenige Erfahrungen als dass man schon etwas sagen könnte. Oft kommt es ja auch auf den Kontext an.

– Ausführlich gesprochen haben wir auch über unified communications etc.. Bereits vor 3 Wochen beim Besuch im IBM-Entwicklungslabor in Böblingen hat mich die Art der Mitarbeiter sich über Sametime (also über chats) auszutauschen beeindruckt. In keinem dt. Unternehmen wird annähernd so effizient (und offen) kommuniziert wie bei der IBM. Ich kenne auch keine Unternehmens-Beratung, die da mithalten könnte. Ich glaube, dass -auch wenn die IBM schon seit 1998 chattet- das ein Thema ist, das noch brauchen wird bis es bei den dt. UN angekommen ist. „Die Mitarbeiter sollen schliesslich arbeiten und nicht chatten“.

Hoffentlich geht es mit anderen Arten von Social Software (und nicht nur mit PR-Blogs) schneller. Sonst schliesse ich mich mit meiner Prognose Peter Schütt an. Was hilft es uns wenn wir eine innovative Kanzlerin haben die podcastet, wenn die ganzen Geschäftsführer (gesetzteren Alters) in den KMU weiter nach der Methode vorgehen: „Das haben wir schon immer so gemacht. Das sollen die Jungen in 20 Jahren dann halt mal ändern“. Die sind es nicht, die es ausbaden müssen.

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