Ermittlungen im StudiVZ

März 27, 2008 um 3:11 pm | Veröffentlicht in Die bösen Medien, social networking, studivz.net | 1 Kommentar

In einem Artikel schreibt die TAZ darüber, wie die Bildzeitung „privateste Daten und Fotos“ der Nutzer dankend gern verwendet:

Als Anfang März in Hamburg beinahe eine Lufthansa-Maschine abgestürzt wäre, „enthüllte“ Bild „das traurige Geheimnis der schönen Pilotin“ auf ihrer Titelseite – ein Blick ins StudiVZ reichte, um herauszufinden, was die Hobbies und Vorlieben, was die Ängste von „Maxi J. (24)“ waren. Die passende Bebilderung? Lieferte ein einfacher Klick auf das private Fotoalbum, das die Pilotin auf der Online-Plattform veröffentlicht hatte. In anderen Fällen ging die Berichterstattung weit darüber hinaus. Als im Januar etwa eine junge Frau bei einem Ski-Unfall ums Leben kam, druckte die Bild am Sonntag nicht nur ein dort gepostetes Foto der Frau ab – sondern zählte auch ihre Kontakte bei StudiVZ, um sie als „sehr beliebt“ zu charakterisieren und nannte ihre liebsten Schulfächer.

Dieser „Datenklau der Boulevard-Blätter“ wird zurecht kritisch hinterfragt.

Dazu fallen mir 2 Dinge ein:

1. Die Bild hat ihre Informationen über betroffene Personen früher auch ohne StudiVZ bekommen und daraus entsprechend kapitale Artikel gemacht. Geändert hat sich doch eher, dass die Nutzer es jetzt mehr in der Hand haben, was andere über sie erfahren. Die Jugendlichen sollten lediglich mehr dafür sensibilisiert werden, was online gehört und was nicht.

2. Die „freiwillige Selbstenthüllung“ (Artikel der SZ dazu) der Jugendlichen hat auch schon sehr positive Auswirkungen gehabt. Deutschlandweit setzen z.B. Staatsanwälte SNS (z.B. besonders Lokalisten) ausgesprochen erfolgreich dazu ein, um Beteiligte an Schlägereien, Überfällen, etc. zu finden. Dabei ist es absoluter Standard in den Staatsanwaltschaften geworden, die Opfer zunächst auf gängige SNS anzusetzen, um dort nach Fotos der Täter zu suchen.

In der Taz wird übrigens folgendes Fazit gezogen:
„Denjenigen, die weder beim Staatsanwalt noch in der Bild-Zeitung ihre Marihuana-Abende rechtfertigen wollen, bleibt daher nur eines: Nie wieder Gruscheln.“

Oder sich einfach nicht beim Kiffen fotografieren lassen? Oder einfach aufhören zu kiffen?

Owei, Studentenprotest im StudiVZ

Dezember 19, 2007 um 4:45 pm | Veröffentlicht in Die bösen Medien, social networking, studivz.net | 5 Kommentare

Weil ich ja jetzt fleissig Facebook erkunde, wäre mir fast entgangen was sich in StudiVZ abspielt. Eine Revolute…
Der ein oder andere Studi scheint sich die neuen AGB doch etwas genauer angesehen haben (oder aufmerksam Zeitung zu lesen) und protestiert jetzt bzw. versucht zu „sabotieren“. Indem er sein Profil ändert.
Ich konnte bisher 2 Arten ausmachen.
1. Stiller Protest: Man benennt seinen Namen um. Entweder in einen Phantasienamen (siehe Screen ganz oben, „Hirschlein“ 🙂 sehr süß) oder mein kürzt seinen Nachnamen ab (siehe unten).
2. Protest: Man ersetzt sein Foto (Mitte).

NeueAGBStudiVZ

Gerade an Variante 1 wird sichtbar wie „verunsichert“ die Studis bzgl. Datenschutz bei StudiVZ etc. inzwischen sind. Variante 2 finde ich ziemlich übertrieben, aber das sind u.a. die Auswirkungen des miesen (inzwischen geänderten) Welt-Artikels.

Achja, ich praktiziere übrigens (Spaß-)Variante 3, die aber manche auch schon von Beginn an „genutzt“ haben und die eher andere für den Datenschutz sensibilisieren soll. Wirklich effektiv ist sie aber nicht: Ich studier(t)e „Angewandte Kindheitswissenschaften“. 😉

Facebook kommt / Six Degrees Of Separation – The Experiment

Dezember 19, 2007 um 11:19 am | Veröffentlicht in Facebook, Facebook-Apps, studivz.net | Hinterlasse einen Kommentar

Seit letztem WE bin ich am Umziehen. Ich bleibe schon in München-Giesing… aber mein privater Social Networking-Hauptsitz wandert vom StudiVz ins Facebook. Und ich muss sagen ich war überrascht, wieviele meiner „Kontakte“ ich dort schon wiedergefunden habe…. Wenn man sich dann mal kurz (ein paar Minuten) mit dem ganzen Anwendungs- und Awareness (Newsfeed etc.)-Wirrwarr auseinandergesetzt hat, ist es auch gar nicht soo unübersichlicht und der „Wohlfühlfaktor stellt sich schnell ein“. Diese paar Minuten Aufwand (z.B. für das Einstellen der „privacy“-Funktionen) könnte man ja eigentlich fast als SNS-Customizing bezeichnen. 😉

Bevor ich jetzt aber weiter über Facebook schreibe noch eine kurze Nachlese: Im Juli hatte ich darüber gemutmaßt, dass StudiVZ und Xing sich
(fast) keine Sorgen um eine Konkurrenz durch Facebook machen müssen. Ich gebe zu, dass ich meine Meinung leicht korrigieren muss. Schauen wir uns StudiVZ und Xing doch noch einmal an.

StudiVZ
Obwohl der damalige Post jetzt 6 Monate her ist: Was hat sich bei StudiVz getan? Nichts! Man hat die Plattform nicht weiterentwickelt (zumindest nicht sichtbar) und ist weiterhin für negative Presse gut. [Auch wenn man sagen muss, dass die deutsche Presse es etwas übertrieben hat, die letzte Woche. Warum ist klar: Würden die Nutzerzahlen der SNS und Leserzahlen der Blogs nicht mehr so rasant weiterwachsen, dann könnten die Zeitungen auch wieder mehr vom Kuchen des Online-Anzeigengeschäft abhaben.]
Was StudiVZ jetzt vorhat, Targeting (zielgerichtete Werbung), ist zwar ein logischer Schritt. Die Einführung jedoch nicht soo toll kommuniziert. Und inzwischen gibt es halt doch einige, die abgeschreckt sind. Ausserdem: Womit Facebook StudiVZ m.E. inzwischen klar aussticht: Dass nicht nur Studis, sondern alle Alters- und Bevölkerungsschichten dort auffindbar sind.
Ich will jetzt keine weiteren Prognosen wagen, weil ich nicht weiß was die weiteren Pläne von StudiVZ sind, aber eines ist sicher: Warm anziehen sollte man sich dort auf jeden Fall schon einmal. So faul sind Studenten vielleicht dann doch nicht, dass sie es nicht schaffen sich bei einem neuen Network anzumelden. Und wenn es Facebook demnächst auch noch auf deutsch gibt, ist es mehr als eine Alternative… Oder noch bildlich gesprochen: Facebook ist ein Porsche und inzwischen auch aus deutschen Strassen zugelassen und StudiVZ fängt an zu rosten… 😉

Xing
Bei Xing hat sich schon bisl was getan. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man nicht unbedingt im selben Netzwerk geschäftlich und privat unterwegs sein muss/sollte. Aber auf der ECSCW-Konferenz in Irland gab es da auch andere Meinungen. Folgendes Zitat über den Erfolg von Facebook fand ich z.B. klasse:„You can’t use the BSCW to make party, but you can use Facebook to organise a project.“

Naja, auf jeden Fall bin ich jetzt also zunehmend in Facebook aktiv und dabei es fleissig zu entdecken und stelle fest, dass ich mich doch ganz gut damit abfinden kann, mit mehreren Mio Usern aus der ganzen Welt auf der selben Plattform aktiv zu sein. 😉 Dann ist nämlich sowas möglich:
You are invited to take part in the most ambitious facebook experiment ever…
Using the Six Degrees of Separation theory, I want to see if it’s possible to contact every single person on facebook. The theory states that everybody on this planet is separated by only six other people. (it could be argued that we’re all only six degrees from Larry Page and Sergey Brin – „The Google Guys“… although I’m guessing it’s a lot less than that! LOL).

Dabei handelt es sich um eine Gruppe der innerhalb von 22 Tagen schon mehr als 2,5 MIO (!) User beigetreten sind. Das sind mehr als StudiVZ aktive Nutzer hat. Und das ohne Vermarktung oä, einfach durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“. Bisl blöd finde ich, dass der Gründer (Steve Jackson) mit der Gruppe auch seine Romane vermarktet. Aber ansonsten finde ich das Experiment super spannend. Mal sehen wie das weitergeht…

Schade finde ich, dass ich bisher fast keine (ausser im Social Commerce-Bereich) Berichte über sinnvolle Anwendungen in Facebook gibt. Ich hab mir vorgenommen, die nächsten Wochen ab und zu mal was über neue „Applications“ in Facebook zu schreiben. Mal sehen was es da zu berichten gibt. ->> Neue Kategorie: „Facebook-Apps“.

StudiVZ legt (werbetechnisch) los.

Dezember 14, 2007 um 1:41 pm | Veröffentlicht in social networking, studivz.net | 5 Kommentare

Gestern hatte ich wie Millionen anderer StudiVZ-Nutzer eine Mail mit dem Betreff „Aenderung der allgemeinen Geschaeftsbedingungen und der Datenschutzerklaerung“ in der Mailbox:
Liebes studiVZ Mitglied,
damit du das studiVZ-Netzwerk auch weiterhin wie gewohnt und ohne Einschränkungen nutzen kannst, haben wir ab 2008 neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregelungen in Form der Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten. Das ist aufgrund des enormen Wachstums und der Größe unseres Netzwerkes mit mehr als vier Millionen Mitgliedern unbedingt notwendig. Nur so können wir das studiVZ-Netzwerk weiterentwickeln und deine Daten gegenüber unkontrolliertem Missbrauch schützen.


Schade, dass man nach wie vor nicht ehrlich zu den Nutzern ist. Es geht doch gar nicht um das Wachstum von StudiVZ… es geht darum endlich mehr Kohle (durch Werbung) aus der Plattform zu holen.

Das hat nicht nur Don Alphonso erkannt. Sondern auch der SPIEGEL und die SZ

Don Alphonso deckt die Zusammenhänge schön auf, finde ich:
„Geht es nach den neuen AGB, die manche oder die meisten Mitglieder von StudiVZ heute bekommen haben – ich kenne Fälle, die sie nicht erhalten haben – und denen man bis zum Ende der Winterferien zustimmen soll, um nicht rauszufliegen – wird das für Holtzbrinck und sein Skandalstartup aber durchaus möglich sein, und zwar auch über das Abmelden von StudiVZ hinaus.
Bisher galt:
Mit der Abmeldung wird der gesamte unter dem Profil des Nutzers gespeicherte Datensatz vollständig gelöscht.
Im neuen Punkt 3.3 steht dagegen nur noch:
Mit der erfolgreichen Exmatrikulation eines Nutzers ist der Account des Nutzers nicht mehr zugänglich und sind die vom Nutzer in seinem Profil (”Meine Seite”) gemachten Angaben über das studiVZ-Netzwerk nicht mehr einsehbar.
Aber sonst? Nicht mehr einsehbar ist etwas anderes als vollständig gelöscht, und heisst nicht, dass StudiVZ und Holtzbrinck nicht bis ans Ende aller Tage die Daten nicht behalten – und verwerten können.“

Bemerkenswert finde ich, dass es den Nutzern sowas von egal zu sein scheint, was mit ihren Daten passiert… Dazu demnächst mehr wenn wir unsere Umfrage ausgewertet haben.
Passend noch etwas was ich erst auf F8Club gefunden habe:
Typisch für Facebook, erst mal machen, dann mal gucken, dann mal wegducken, dann langsam reagieren, irgendwann dann alles so machen, wie sie es sowieso hätten machen sollen. Eigentlich finde ich das sehr sympathisch, aber wenn es um die Privatsphäre der User geht, sollte vorher mehr geplant werden, damit verspielt man auf Dauer jeden Kredit. Ich glaube allerdings, das wie so oft, die meisten User das null Interessiert, auch wenn sie es interessieren sollte.

Um es nochmal klar zu sagen:

Ich finde es völlig iO, wenn StudiVZ die Daten zum Targeting nutzt. Aber warum kann man das nicht einfach auch so kommunizieren?
Und: Obwohl ich Targeting bzw. die neuen Werbemöglichkeiten, die sich dank SNS bieten durchaus interessant finde, graut es mir vor dem was StudiZ vorzuhaben scheint:
„Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen Instant-Messenger).“
Ok, danke für den Hinweis. Habe ich jetzt mal alles gelöscht (bis auf die E-Mail-Adresse, das geht natürlich nicht). Und das kann ich nur auch jedem anderen empfehlen….

UPDATE: Robert Basic meldet sich mit einem nicht ganz so kritischen Post zu Wort. Was mir daran nicht gefällt:
„Das mögliche Brouhaha ist gar nicht mal so dumm, damit weiterhin die Sensibilisierung des persönlichen Datenschutzes steigt, jedoch muss man StudiVZ nicht wirklich was vorwerfen, denn sie ermöglichen es jedem User, dieser vorgesehenen Handhabung einen Riegel vorzuschieben.“
Woher weisst Du denn das, Robert? Du hast doch noch gar nicht gesehen, wie diese „Einstellungen zur Verwendung meiner Daten“ genau aussehen wird, oder?

Werbung im Studivz

September 5, 2007 um 10:52 pm | Veröffentlicht in social networking, studivz.net | 7 Kommentare

Hochinteressant was gerade im Studivz abgeht. Wie Herr Krisch schon berichtet hat gibt es im Studivz jetzt die (Shopping)Gruppe „Brands for friends“. Und direkt in der Gruppe wird fleissig „meta“-diskutiert. Ich zitiere einfach mal:

„Ich finde diese Gruppe nicht korrekt.
Wenn das der neue StudiVZ-Trend ist, dann zahl ich statt dessen lieber Gebühren
dafür.“

„Trotzdem kann ich nachvollziehen, dass dir speziell diese Gruppe irgendwie
unsympathisch ist. Mir geht es da genauso. Das liegt daran, dass ich allgemein
allergisch darauf reagiere, wenn ich mich für dumm verkauft fühle.
Und diese Werbeaktion macht bis jetzt nichts anderes als einen riesen Wind um
nichts. Niemand weiß, was er hier überhaupt kaufen kann, außer die langsam wieder
langweilig werdenden Chucks. Und dafür soll ich meine Adresse irgendwelchen
gerissenen Vögeln überlassen???“

„Hat sich die jemand geholt?? Oder ist das nur ne Kundenanbindungsmasche damit man
sich mit seinen Persönlichen Daten anmeldet!? Is ja net normal für nen Internetshop
dass man erst nachdem man diese daten eingegeben hat die Warenliste anschauen kann!!
Etwas Suspekt das ganze!!“

Wohlgemerkt obige Kommentare sind von Gruppenmitgliedern, also Leuten die sich zumindest für das Angebot interessieren. Richtig begeisterte Kommentare habe ich noch keine gelesen.
Ich finde das Ganze gerade deswegen so interessant, weil ich in den letzten Wochen mit dem Lehrstuhl für Marketing der UniBw am überlegen war, wie man Social Networks zur zielgruppengenauen (Kunden-)Ansprache („Social Targeting“ ;-)) nutzen kann.
Und der Fall zeigt mir auf jeden Fall, dass selbst junge (i.d.R. aufgeschlossene) Leute noch nicht so wirklich „reif“ dafür zu sein scheinen. Hier gehen Theorie und Praxis also schon noch auseinander. Mal sehen wie es weitergeht.

Trauriger Rekord…

Juni 13, 2007 um 9:56 am | Veröffentlicht in Blogs, studivz.net | 2 Kommentare

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Disclaimer: Gleich mal vorweg, bevor noch einmal Missverständnisse entstehen: Ich finde es absolut gut, dass ein hohes Interesse am Verbleib von Tanja besteht. Dies deutet nicht nur auf eine hohe Anteilnahme in der Bevölkerung hin, sondern es bedeutet auch, dass sehr viele Leute informiert sind. Und je mehr Leute davon wissen umso besser. Vielleicht hat ja doch noch jemand einen entscheidenden Hinweis für die Polizei.
Jedem der sich über den „aktuellen Stand“ informieren möchte empfehle ich den TriererTrierischen Volksfreund Dort findet sich jede Art von Updates, Diskussiongruppen etc..
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Man braucht nicht Journalistik studiert zu haben um zu wissen, dass schlechte Nachrichten immer besser „ziehen“ als gute. Dies trifft auch für meinen Hinweis von vorgestern abend auf die Gruppe „Tanja“ im Studivz zu:
– Am gestrigenheutigen Tag sind 794 bisher über 1300 3000 Besucher (die meisten -224- über den Suchbegriff „Tanja Gräff“) auf den Blog gekommen. Mehr als 5 Mal soviel wie bei bisher vielbesuchten Tagen.
– Mein Feed hatte gestern 73 heute 91 Leser. Auch mehr als jemals vorher.
– Und schliesslich: Bei den WordPress-Top-Blogs des Tages bin ich heute auf Platz 4 ( Platz 1) gelandet (was wiederum Besucher im zweistelligen Bereich auf den Blog brachte).

Na super! Darüber kann ich mich jetzt nicht mal freuen. Zumal keiner der Besucher das auf meinem Blog gefunden hat, was er suchte: Informationen zum Verbleib von Tanja. Hätten die ganzen Besucher nicht wegen meines (in fast halbstündiger Arbeit entstandenen) Posts über die Übernahmewelle im Mai vorbeikommen können? Der wurde im Vergleich fast gar nicht gelesen. Ähnliche Sorgen hat auch Mark Pohlmann im Themenblog.

Wieder was neues vom Studivz…

Juni 12, 2007 um 8:36 am | Veröffentlicht in studivz.net | 9 Kommentare

Also das hier soll jetzt wirklich nicht der Studivz-Blog werden, aber wo sich jeden Tag mehrere 100.000 Leute einloggen passiert halt auch was… Seit heute gibt es im Studivz ein Lightweight-Presence-Awareness-Tool. Ein was? Na, eine Shoutbox (eine „Art“ Twitter) die im Profil (unterhalb des Fotos) integriert ist und in der man schreiben kann was man gerade macht. Und so sieht das ganze aus:
Studivz

Ich gehe fest davon aus, dass sich das Ganze innerhalb weniger Tage etablieren wird… Mal schauen.

P.S.: Wo wir schon beim Studivz sind. Die Studivz-interne Suche von Tanja Gräff ufert langsam ein wenig aus. Die (inzwischen über 6500) Studenten in der Gruppe beschimpfen sich wer denn nun die besten Suchtipps hätte und spielen deutschlandweit Sherlock Holmes. Echt schade, dass jetzt so eine Dynamik eintritt. *denke mal nach ob ich austreten sollte*

Tanja Gräff ist vermisst…

Juni 11, 2007 um 8:15 pm | Veröffentlicht in studivz.net | 104 Kommentare

UPDATE 2: Die Videos zur Suche gibt es hier.

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UPDATE: Für alle Google-User die sich auf diesen Blog verirrt haben: Neue Informationen über den Verbleib von Tanja Gräff gibt es nicht hier, aber z.B. bei
– dem Trierer Volksfreund (Sehr aktuell!!)
Spiegel Online (Artikel von gestern)
oder N24 (Beitrag)
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Ich finde es echt bemerkenswert, was sich gerade (zur Stunde, right now) im Studivz abspielt. Nahe Trier wird seit Freitag (7.6.) eine junge Studentin vermisst. Innerhalb der letzten beiden Tage wurde eine Gruppe geründet, der inzwischen über 3500 Studenten beigetreten sind und die darüber „diskutieren“ was man tun könnte um Tanja zu finden.
So gibt es inzwischen offensichtlich in jeder Stadt Studenten die sich darum kümmern, dass das Flugblatt mit der Suchanzeige an zentralen Punkten (oder zumindest an den Unis) verteilt wird.
Ich mag jetzt eigentlich gar nicht weiter in die Tiefe gehen, dass sowas erst durch Social Networking etc. möglich wird. Wenn die Sache zu einem guten Ende geführt hat kann man ja darüber weiterreden…

P.S.: In diesem Zusammenhang finde ich es trotzdem interessant, dass deutsche-startups.de ausgerechnet heute darüber berichtet, dass Studivz die Site mit den meisten Page Impressions in Deutschland ist.

P.P.S.: Innerhalb der letzten Stunde sind 1000 !! Studenten der Gruppe beigetreten. Der Flyer wird an inzwischen mehr als 100 !! Unis deutschlandweit verteilt. Und nahezu sämtliche Mitglieder der Gruppe (also nun über 4500) haben als Profilfoto den Such-Flyer eingestellt.

DLD 3 – Resume

Januar 23, 2007 um 11:22 pm | Veröffentlicht in Blogs, Konferenzen, social networking, studivz.net, Web 2.0, XING | Hinterlasse einen Kommentar

Heute war der 3te und letzte Tag der DLD. Für mich war die DLD eigentlich gestern schon wieder zu Ende, weil ich heute nachmittag schon wieder im Audimax stand. Und zwar nüchtern und ohne Kater. Obwohl eines der Highlights der DLD dann gestern abend erst stattfand:
Die BUNTE DLD NIGHTCAP Party. Aber der Reihe nach…
Angefangen hatte der ganze Spaß für mich nämlich am Sonntagabend auf dem

Bloggertreffen.
Ich war ein bisl zu spät und das wird wohl auch der Grund sein, warum ich nix mehr von dem angekündigten Essen bekam. Schade, war nämlich schon mit Hunger aufgeschlagen… Das war aber auch alles was ich den Organisatoren ankreiden würde. Für mich als Beteiligten ist echt nicht nachvollziehbar was im Kopf mancher Leute vorgeht, die z.B. sowas verbreiten

Worein ich dann gestern Abend schneite, war statt dessen ein berufliches DLD-Blogbusinesstreffen: Anzugträger, heftiges Visitenkartengetausche, für das gesponserte (keine Ahnung, von wem) Buffet und Getränke musste man sich einzeln offiziell fotografieren und filmen lassen.

Man musste sich dort weder fotografieren lassen (sondern wurde gefragt, ob es ok ist) noch waren dort viele Anzugträger zu finden. Und selbst wenn… who cares? Visitenkarten habe ich von 2 Leuten auf meine Nachfrage bekommen und was ist denn bitte schlimm daran sich einen Namen einer gerade gemachten „Bekanntschaft“ auf einer Karte geben zu lassen? Und das Sponsoring war sowas von klar kommuniziert…
Das Treffen an sich fand ich ziemlich interessant, endlich bekam man mal die Leute zu sehen von denen man schon das ein oder andere gelesen hat. Das auch an ein paar anderen Stellen so negativ berichtet wurde, hat für mich persönlich das Bloggen bzw. ein paar Blogger ein wenig relativiert. Hauptsache über irgendwas schreiben. Man weiss doch schliesslich so viel. Jemanden blöd hinzustellen bzw. motzen kommt eh immer ganz gut. Und die anderen springen natürlich auch gern mit auf den Zug auf, obwohl sie nicht dabei waren. Den Vergleich mit der Dolchstoßlegende finde ich ganz passend. Und was die Wortwechsel (Kommentare) heute auf diversen Blogs angeht ist sooo peinlich… Echt traurig eigentlich. 😦

Ob die DLD dann auch real life war?
Real waren echte Persönlichkeiten wie Luc Besson oder Lord Norman Foster. Die haben mir am besten gefallen… Der eine hat Witz und Charme, der andere ist ein absoluter Visionär.
Von allen Berichten über die DLD hat mir dieser am besten gefallen…:

Nur ganz kurz meine Eindrücke vom DLD: Hubert Burda geht es gut. Er erzählt von den Erwartungen seiner Mutter an ihn, schweift gutgelaunt in Raissa Gorbatschow-Geschichten ab und singt jetzt schon das zweite Lied auf der Bühne („Muss i denn, muss i denn zum Städele hinaus“ und „Gloria, Gloria Halleluja“), anstatt gemeinsam mit Marissa Mayer einfach wie geplant Catarina Flake von Flickr einen Award für vorbildliches Unternehmertum zu verleihen. Entspannte Stimmung also. Und voll. Wirklich sehr voll. Catering, Organisation: perfekt. Gutes Auditorium, allerdings noch nicht die bahnbrechenden Referate. Aber, bitte an dieser Stelle nicht vergessen: DLD, das ist „Digital. Life. Design“, es geht also eher um Unterhaltung gemischt mit der gegenseitigen Bestätigung eines Lebensgefühls, es geht um sehen und gesehen werden und die Gewißheit, zu einer aktuell rund 1.000köpfigen (soviel sind geschätzt vor Ort) Elite zu gehören. Wobei: der gefühlte Investorenanteil liegt bei über 20 Prozent.
DLD, das ist der Bambi für die Internetgeneration. Also fällt nahrhaftes eher zufällig ab, trotz der prominenten Namen auf der Rednerliste.
Jetzt gerade wird BurdaStyle vorgestellt, die Fortführung von Etsy mit den Mitteln eines Modesverlages (der Burda ja eigentlich mal war). Wenn ich das richtig sehe, bildet Burdastyle.com erstmal auf dem amerikanischen Markt die Wertschöpfung im Handarbeitssektor ab: Ein bunter Mix aus Schnitten, Community-Elementen und Abverkauf. Ich mag ja sowas und glaube ja an die Wiederentdeckung der Heimarbeit über Plattformen wie diese.
Jetzt macht Till Brönner erstmal Musi. Na, ob hier wirklich noch was Produktives passiert? Würde mich nicht wundern, wenn sie gleich die Hefegläser hervorzaubern. Ob wir Hamburger von den Münchnern was lernen können?

Ich hab zwar noch ein paar andere Podiumsdiskussionen in Erinnerung. Aber das ist ja immer interessensabhängig und an dieser Stelle sei genug gesagt über die DLD-Konferenz.

Jetzt also zur DLD NIGHTCAP Party
Für die einen war es: „High Society Geplänkel“, „Viel heisse Luft“
Für andere sicherlich: „Networkinggelegenheit“, gewohntes Terrain
Für mich war es: Super spannend, ein paar der Eindrücke zu sammeln, ungewohnter Luxus (überall Bedienungen mit Quiche-„Häppchen“ oä, Mojitos all you can drink), die Gelegenheit ein paar Leute live zu sehen, die man sonst nicht so leicht zu sehen bekommt, aber auch irgendwie ein bisl sehr stressig. Nicht nur wegen den vielen dichtgedrängten Leuten….
Den Bayrischen Hof fand ich schon trotzdem cool *g*:
Pool-Bereich des Bayrischen Hofs
Effektiv ein Riesen-Spaß für einen Abend. Die nächsten Wochen zahle ich auch gern wieder für mein Bier und hab dafür meine Ruhe.
Im Aufzug haben wir dann noch den Veranstalter der DLD getroffen, Dr. Hubert Burda:
HB und Alex
Der gestattete netterweise ein Foto von uns beiden, für meine Mami natürlich… 😉 Die ist nämlich schon seit den 1930ern (oder so) der größte Burdafan.
An dieser Stelle auch danke an Jan Schmidt fürs fotografieren.
So für heute genug geschrieben. Bin mal gespannt was ein paar andere Leute meinen…

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