Definition Social Networking Services / Sites

November 8, 2007 um 8:07 pm | Veröffentlicht in research, social networking, Wissenschaft, youtube | 7 Kommentare

Ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit der Studentengruppe, die in den nächsten Monaten Social Networking Services berackern wird (und von der Großes zu erwarten ist :-).
Naja, auf jeden Fall bin ich dabei zufällig auf die Idee gekommen, die Defintion, die Danah Boyd vor ein paar Wochen online gestellt hat (und die demnächst im Journal of Computer-Mediated Communication erscheinen wird), neben die unsere (die in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Wirtschaftsinformatik erscheinen wird ist erschienen) zu legen und was soll ich sagen.
Wir sind uns ja ziemlich einig:

Danah Boyd:
We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system.

Koch/Richter/Schlosser:
Als Social-Networking-Dienste (Social-Networking-Services, SNS) werden Anwendungssysteme bezeichnet, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.

„2.0“ – es reicht.

November 7, 2007 um 10:39 pm | Veröffentlicht in Die bösen Medien, Enterprise 2.0, Web 2.0 | 1 Kommentar

Web 2.0 ist heute schon eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, auch wenn es erst vor 2-3 Jahren begonnen hat.
Nein, ich will nicht schon wieder mit unserem tollen Buch anfangen, auch wenn das aus dem Geleitwort stammt. (Btw, schick ist der Satz trotzdem.)
Web 2.0 trifft/traf den Puls der Zeit und auch den Begriff Enterprise 2.0 finde ich nach wie vor absolut treffend und halte ihn für mehr als ein Buzzword.
Aber was in den letzten Monaten mit der Beigabe „2.0“ stattfindet würde ich gelinde gesagt also Buzzword-Bingo hoch 10 bezeichnen.
In Facebook gibt’s z.B. die Gruppen Marketing 2.0, Media 2.0 und mein Favorit ist Couchsurfing 2.0! 😉
Die 2.0eritis macht auch vor dem Managermagazin nicht halt:
Führung 2.0 und der intelligente Schwarm (via)
Führung 2.0, Management 2.0,…. MannoMann.
Ach ja: Ich wette (um eines unserer Bücher), dass die Interviews im Beitrag (z.B. mit „Fast Follower“ Marc Lampe von Daimler) vor 2 Wochen in Stuttgart stattfanden.

UPDATE: Oh Mann wie peinlich, ich hab den Artikel jetzt erst richtig gelesen und gesehen, dass da ein gewisser Michael Koch und ein Herr Basic auch zitiert wird. Damit kann ich mir die Wette natürlich schenken. Es war in Stuttgart.

P.S.: Am dämlichsten finde ich die Facebook-Gruppe Music 2.0. Aber auch die hat schon 600 Mitglieder.

Social-Networks-Herbst

November 1, 2007 um 7:12 pm | Veröffentlicht in Enterprise 2.0, social networking, Wissenschaft | 2 Kommentare

Die Zeichen stehen gut, dass es beim Thema Social Networking Services in den nächsten Monaten endlich mal wieder richtige Neuigkeiten gibt.
Dass es in letzter Zeit nicht sonderlich spannend war, glaubte ich daran zu erkennen, dass man sich in Kleinbloggersdorf damit begnügte Listen mit SN zu erstellen oder ab und zu die immer noch nahezu wöchentlich neu hinzukommenden SN zu analysieren. Zusätzlich gab es vielleicht noch die ein oder andere (Meta-)Überlegung. Z.b. gerade erst von Danah Boyd die sich entschieden hat ihr Profil in Facebook nun öffentlich zu gestalten und auch Personen als Kontakt hinzuzufügen, die sie nicht persönlich kennt. Eine neue Strategie bzgl. Identitätsmanagement also sozusagen.
Aber dann diese Meldung: Google arbeitet (zusammen mit einigen Juniorpartnern wie LinkedIn, hi5, Friendster, Plaxo, Ning – es soll auch das deutsche Xing dabei sein) an einem Standard für Programme in Social Networking Services. D.h. es wäre Entwicklern dann möglich Anwendungen zu schreiben die in allen beteiligten SNS zum Einsatz kommen können – wobei man momentan ja eh nur für Facebook ein Prog. schreiben kann.
Folgen:
– Die SNS würden alle „besser“ werden bzw. davon profitieren. Facebook würde folglich nicht mehr in derselben Geschwindigkeit davonziehen. Wenn die Lücke der kleinen Networks zu Facebook sich durch diese Initiative verkleinert kann das Google ja auch nur recht sein (Marktwert etc.).
– Google kommt es natürlich grundsätzlich zugute, wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit und Verbreitung bzw. Nutzung der Networks zunimmt und damit auch insgesamt die Nutzung des WWW, weil das für Google mehr Werbeeinnahmen bringt.
Weitergehende Gedanken dazu gibt es z.B.
Und hier gibt es auch ein kleines Filmchen dazu…

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