Facebook-Aktivitäten

Oktober 5, 2007 um 4:31 pm | Veröffentlicht in Blogs, social networking | 5 Kommentare

Bereits vor rund 3 Wochen wurde auf Compete.com eine „Analyse“ des Nutzungsverhaltens der Facebook-User veröffentlicht. Diese wurde anschliessend in mehreren Blogs u.a. bei O’Reilly und bei Basicthinking aufgegriffen. Viel interessanter als die Analyse selbst finde ich, dass den Bloggern eigentlich nichts zur „Analyse“ einfällt (ausser „great post“ oder „interessant“). Ich denke ich weiss auch wieso: Weil die Grafik bei genauerem Hinsehen eigentlich fast nichts zu bieten hat:

Compete.com

Um z.B. zu sagen, dass neben der Startseite -die jeder Nutzer besuchen MUSS- die Profilseiten anderer Nutzer am meisten besucht sind braucht man kein Hellseher zu sein. Die einzig interessanten Daten sind im Compete-Blog auch bereits hervorgehoben:
* 14 million people interacted with Facebook Applications in August.: Gerade einmal 2/3 der Nutzer haben seit der Öffnung die Möglichkeiten der Applications für sich entdeckt. Auffallend wenige, finde ich.
* Only 80,000 (or .3% of total active members) “poked” someone in August. Ich würde vermuten, dass in Deutschland mehr gegruschelt wird. So oder so: 0,3 % ist in der Tat sehr wenig.

Alle weiteren Erkenntnisse der Grafik / „Analyse“ („Applications are also highly engaging; capturing more time per session than any other activity on the site.“) liegen einfach in der Natur der Sache.
Und dann stellen sich mir noch einige Fragen:
– Wie ist z.B. auf der Grafik die 1-zu-1-Kommunikation zwischen den Mitgliedern? Wo sind geschriebene Nachrichten? Wo sind Pinnwand-Einträge? Schon in „Browse Profiles“? Welchen Anteil haben diese dann? Gerade was die Zeit angeht? Wie teilt sich der Aufenthalt auf anderen und der eigenen Seite (z.B. zur Pflege) auf?
– Was macht denn bitte die 1 Mio die keine Profile ansieht? Und warum benutzt nur eine halbe Mio die „Add a friend“-Funktion? Die benutzt doch wohl eigentlich jeder…

Einmal mehr: Echt ne Katastrophe, dass die ganzen Plattformen keine brauchbaren Statistiken rausrücken. Das ist sowas von Un-Web.20-ig!! Wo man auch hinschaut – Xing, Facebook, MySpace – man übt sich in Schweigsamkeit. Echt ärgerlich!!

5 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

  1. Abgesehen davon, dass diese Statistiken von Grund auf schon nichts interessantes bieten koennen xD

    Die einzige Statistik, die wirklich mal interessant sein koennte, waere eine, die Facebook persoenlich rausbringt^^

  2. Ich frage mich an dieser Stelle, welchen Zweck solche Statistiken erfüllen sollten bzw. könnten. Selbst wenn sie aussagekräftigere Daten preisgeben würden.
    Was fange ich dann mit dieser Info an?
    Logge mich ein und mache mit? Probiere das Beschriebene aus? Ist das dann nicht Werbung/PR??
    Alles schön und gut mit Web 2.0, aber man sollte Anwendungen wie Facebook od Myspace nicht so überbewerten.
    Eigentlich geht es doch darum, mit Freunden in Kontakt zu stehen oder Infos ausfindig zu machen. Wie oft ich dabei einem Buddy eine Nachricht schicke oder ihm etwas an die Pinnwand klebe interessiert doch nur ihn/sie und mich.
    Userstatistiken – schön und gut.
    Aber wer braucht sie wirklich??

  3. Hi Lexxa,
    zu Deiner Frage:
    Aus solchen Statistiken kann man (z.B. als Plattformbetreiber, Entwickler, …) einiges folgern. Wenn ich z.B. die Plattform verändern/verbessern möchte interessiert mich einfach welche Funktion wie genutzt wird.
    Ausserdem: Es gibt ja nicht nur Anwendungen wie Facebook, sondern auch welche, die dem Austausch in einem Unternehmen dienen. Auch hier ist es wichtig zu wissen wo noch Verbesserungspotential ist.
    Auch scheinbar unwichtige Dinge -z.B. wie oft man sich eine Nachricht schickt- lassen oftmals sehr interessante Schlüsse zu…

  4. Gut, aus der Perspektive mach das dann Sinn. Aber das sind doch dann eher Statistiken, die nicht das große Aufsehen erregen, sondern viel mehr für die Entwickler von Nutzen und Interesse sind.
    Ich hab das Ganze aus meiner Sicht betrachtet und da wusste ich mir mit der Info eben nicht viel anzufangen.
    Nix für ungut😉
    Grüße aus Salzburg

  5. Es ist doch eigentlich ganz gut nachvollziehbar, warum keine Statistiken öffentlich gemacht werden: das Wissen um die Aktivitäten der eigenen Nutzer ist Know-How-Vorsprung, wenn es darum geht, die eigene Plattform weiterzuentwickeln.

    Was ist die Alternative, wenn es um übergreifende Statistiken geht? Vermutlich nur, eigene Erhebungen anhand von Online-Fragebögen oder Interviews durchzuführen. Quantität ist eben nicht alles.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: