Startup-Forschung 2.0

Mai 8, 2007 um 9:43 am | Veröffentlicht in Enterprise 2.0, Web 2.0 | 4 Kommentare

Ein Kennzeichen der meisten Web 2.0-Plattformen ist ja, dass die Firmen dahinter meist Startups sind. Oder nicht? Wann ist eine Firma ein Startup? Finde ich eine gute Frage, die sich mehrere Blogger (offensichtlich angeregt durch Robert Basic) in den letzten Tagen gestellt haben.
Ich erlaube mir die Strukturierung vom Kapitalismusblog auszuleihen (und die dortige Def. gleich mit zu zerlegen – ist zwar gemein, aber jemand der Kapitalist sein will, muss das verkraften ;-)) um mir meine eigene (C&P-)Definition zu basteln:

Was?
Es sollte wohl ein Unternehmen aus dem Tech-Bereich sein.
Warum das denn? Finde ich ja gar nicht. Blumenbutler verkauft Blumen und ist (offensichtlich) auch eines.
Also: Egal.

Womit?
Meistens mit Kohle, manchmal auch ohne.😉
Der Idealtyp eines Startups ist wohl die alte Garagen-Story wie bei Apple oder YouTube. Zwei oder drei intelligente Jungs mit Hardware- oder Programmierkenntnissen basteln die erste Version des Produktes und bringen sie an den Markt.
Äh, nein! Es gibt keinen Idealtyp. Es gibt höchstens ein Paradebeispiel oder so. Aber ich wüsste jetzt nicht ob jemand der ein Startup gründet unbedingt unerfahren sein muss. Finde nicht.
Also: Egal.

Wie?
Muß ein Startup immer so zustande kommen, daß sich die Gründer von sich aus kennengelernt haben oder darf es auch gecastet sein?
Zwischenergebnis: Je weniger die Initiative vom Gründer ausgeht, desto weniger Startup.

Das finde ich nen guten Kompromis. Das mit dem Casten machen ja z.B. die Samwers öfter. (Beispiel: Webnews.de)
Also: Initiative eher vom Gründer ausgehend.

Warum?
Hatten die Gründer eine Vision? Wollten sie etwas aufbauen oder geht es nur ums Abkassieren, um das möglichst schnelle Weiterverkaufen eines Unternehmensnukleus?
Eine Visio sollte jedes Startup haben. Sehe ich auch so. Nur im o.g. geht es um das Geschäftsmodell und das ist wiederum egal.
Mein Fazit: Vision muss sein. Geschäftsmodell ist egal.

Wielange?
DAS ist ja wohl die Frage die auch Robert Basic gestellt hat. Wie lange bleibt man Startup?
Mein Ergebnis: Sobald eine Firma a) aufgekauft b) an der Börse ist, ist die kein Startup mehr. Ganz einfach.
Ein Startup ist gerade gestartet. Wenn der Erfolg schon so groß ist, dass man übernommen wurde oder Aktionäre (also die breite Maße) überzeugen konnte etc. dann ist man ja schon am (Teil-)Ziel und nicht mehr am START.

Also hier meine Definition:
Ein Startup ist ein Unternehmen, das mit einer eigenen Vision (und überwiegend aus eigenem Antrieb) gegründet wurde und das sich noch (zu einem Großteil) im Besitz der Gründer befindet. Ein Startup hat sich noch nicht auf dem Markt etabliert oder durchgesetzt.

P.S.: Btw echt interessant (und amüsant) finde ich was gerade um das STARTUP Shoppero abgeht: Die Herren Krisch und Basic analysieren (enthusiastisch) Geschäftsmodell, Vision, etc. aufs kleinste während Don Alphonso das Ding am liebsten gleich wieder schliessen würde….

Update (11:35 Uhr): Startup ist defintiv mein Wort des Tages.😉 Im VisualBlog wird auf den „Wettbewerb“Startup 2.0 verwiesen. Mit dem Hinweis:
„Leider ist die Anmeldefrist bereits vorbei und ich vermisse deutsche Projekte! Kein Hitflip, kein Yieeha, kein Mister Wong, kein Plazes, kein Townkings, kein Shopero und auch keines der vielen deutschen Web 2.0-Klone. Schade, denn so hat man den Eindruck, hierzulande passiere nicht viel in Sachen Web 2.0. Und das ist nunmal schlichtweg falsch.“

4 Kommentare »

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  1. Hey, die Strukturierung kannst Du gern benutzen. Ich hab sie mir ja nicht ausgedacht. Sie ist vielmehr das Ergebnis langjährigen Sesamstraßen-Guckens (Wer, Wie, Was, Wieso, Weshalb, Warum…).

    Etwas demontieren muß ich Deine Demontage aber auch.

    Was?
    Also Blumenbutler hat ja wohl enorm viel mit Tech zu tun. Die Verkaufen die Kräuter ja über eine Website. Kontrollfrage: Wäre auch der Blumenverkäufer am Bahnhof (selbständiger Unternehmer, möglicherweise sogar mit Businessplan) ein Startup-Gründer?

    Womit?
    Idealtyp heisst, daß man es sich so gemeinhin vorstellt. Das ist dann die moderne Variante des Erfinders. Wie ich schrieb, wäre ein anderer Idealtyp jemand mit einer Idee, die andere umsetzen.

    Den Rest seh ich genauso.

    Übrigens eine andere interessante Frage:
    Soll man es Start-up oder StartUp oder Startup schreiben?
    Ich hab es komplett eingedeutscht. Also Großschreibung und zusammen.

    BTW der Spam-Kommentare Blog ist stark. Muß ich auch haben.

    Machs gut,
    Karl

  2. Spam-Kommentare-Button meinte ich. Hey, Du brauchst genauso wie mein Blog dieses WP-Plugin, bei dem man seine Kommentare noch 30 min editieren kann. Robert Basic hat das schonim Betrieb.

  3. Hi Karl,
    danke für die Hinweise.
    – Da sieht man mal wie sinnvoll die Sesamstrasse ist!!😉
    – Das mit dem Blumenverkäufer am Bahnhof ist ne gute Frage. Sollte ich mal in Ruhe durchdeklinieren ob der meine Def. nicht schon demontiert. *g* Das mit der Vision ist bei dem natürlich so ne Sache…
    – Ok mit dem Idealtyp weiss ich schon was Du meinst…. da war ich vielleicht bisl kleinlich, sorry.
    – Startup oder Start-Up ist ne gute Frage. Ich hab es auch einfach mal eingedeutscht. *g*
    – Das Plugin von Rob und Dir würde ich gerne benutzen, aber es bin direkt bei WP gehostet und kann es glaube ich nicht installieren. Oder doch?

  4. Stimmt, WP.com. Ist mir hinterher auch aufgefallen.
    Ich habs bis jetzt noch nicht. Da ich ja bis jetzt noch Omega-Blogger bin, stört das auch wenig. Ich denke, ich werde es installieren, wenn die Gesamtzahl der Kommentare zweistellig wird.🙂


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