Endlich erschienen: Unser Artikel über “Targeting in Social Networks”
März 21, 2008 at 12:26 Uhr vormittags | In Facebook, Wissenschaft, social networking | 2 CommentsMehr als ein halbes Jahr nach seiner Fertigstellung ist nun auch unser Artikel über “Targeting in Social Networks” im Focus Jahrbuch 2008 erschienen. Jeder der im Buch enthaltenen Artikel ist hier gratis als MP3 verfügbar.
Zur “Geschichte” des Artikels:
Als wir anfingen den Artikel im Juli 2007 zu schreiben, waren die “Skandale” um Werbung in Social Networks noch weit in der Zukunft und keiner konnte damals etwas mit dem Begriff “Targeting” anfangen. Doch seit Anfang Dezember 2007 war nahezu täglich in vielen Zeitungen über die ersten Gehversuche der deutschen Social Networks StudiVZ und Xing zu lesen. Weitere drei Monate später liegt nun (hiermit) auch ein Artikel vor, der aus wissenschaftlicher Sicht versucht, die Möglichkeiten rund um das Thema “Targeting in Social Networks” zu erörtern.
P.S.: Gibt es etwas komischeres als seinen eigenen Artikel vorgelesen zu bekommen?
Erste Ergebnisse der Umfrage auf kooperationssysteme.de
Februar 18, 2008 at 12:49 Uhr vormittags | In Facebook, Wissenschaft, social networking, studivz.net | No CommentsZwei Tage später als geplant habe ich heute Abend den ersten Zwischenbericht zur SNS-Umfrage online gestellt. Hier lang.
Lesestoff
Januar 10, 2008 at 11:59 Uhr vormittags | In Wissenschaft, diverses | No CommentsGerade noch rechtzeitig vor Weihnachten wurde unser kleines feines Buch zum Thema “IT-gestütztes Wissensmanagement” fertig.
Alexander Richter mit Volker Derballa: IT-gestütztes Wissensmanagement - Theorie, Anwendungen und Barrieren. Derballa Verlag, Berlin, 2007.
Seit vorgestern kann man es nun auch bei amazon bestellen.
Und los geht…
Dezember 4, 2007 at 12:10 Uhr vormittags | In Enterprise 2.0, Studie, Wissenschaft, XING, social networking | No Comments…der Entspurt Richtung X-Mas.
* Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit haben wir heute im Rahmen eines Studienprojektes eine Umfrage zur privaten Nutzung von Social Networking Services in Deutschland gestartet.
Nachdem es in Deutschland noch keine Umfrage dieser Art gab, erwarte ich mir ziemlich interessante Ergebnisse.

Deswegen: Mitmachen. (Die Umfrage hat 24 Fragen und dauert ca. 8 Minuten). Es gibt Kinokarten zu gewinnen.
* Seit heute gibt es bei Xing einen Awareess-Feed. Robert Basic berichtet schon davon. Ich kann ihm da nur zustimmen. Gibt’s bei Facebook schon ewig und wesentlich ausgereifter… Frage mich warum das sooo lange gedauert hat. Andererseits: Viel umfangreicher müsste die Funktion imho auch nicht sein, sonst verliert man echt den Überblick….
Naja immerhin, vielleicht gibt’s ja von Xing demnächst noch ein “richtiges” Weihnachtsgeschenk.
Definition Social Networking Services / Sites
November 8, 2007 at 8:07 Uhr nachmittags | In Wissenschaft, research, social networking, youtube | 6 CommentsIch hatte gerade ein interessantes Gespräch mit der Studentengruppe, die in den nächsten Monaten Social Networking Services berackern wird (und von der Großes zu erwarten ist :-).
Naja, auf jeden Fall bin ich dabei zufällig auf die Idee gekommen, die Defintion, die Danah Boyd vor ein paar Wochen online gestellt hat (und die demnächst im Journal of Computer-Mediated Communication erscheinen wird), neben die unsere (die in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Wirtschaftsinformatik erscheinen wird ist erschienen) zu legen und was soll ich sagen.
Wir sind uns ja ziemlich einig:
Danah Boyd:
We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system.
Koch/Richter/Schlosser:
Als Social-Networking-Dienste (Social-Networking-Services, SNS) werden Anwendungssysteme bezeichnet, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.
Social-Networks-Herbst
November 1, 2007 at 7:12 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Wissenschaft, social networking | 2 CommentsDie Zeichen stehen gut, dass es beim Thema Social Networking Services in den nächsten Monaten endlich mal wieder richtige Neuigkeiten gibt.
Dass es in letzter Zeit nicht sonderlich spannend war, glaubte ich daran zu erkennen, dass man sich in Kleinbloggersdorf damit begnügte Listen mit SN zu erstellen oder ab und zu die immer noch nahezu wöchentlich neu hinzukommenden SN zu analysieren. Zusätzlich gab es vielleicht noch die ein oder andere (Meta-)Überlegung. Z.b. gerade erst von Danah Boyd die sich entschieden hat ihr Profil in Facebook nun öffentlich zu gestalten und auch Personen als Kontakt hinzuzufügen, die sie nicht persönlich kennt. Eine neue Strategie bzgl. Identitätsmanagement also sozusagen.
Aber dann diese Meldung: Google arbeitet (zusammen mit einigen Juniorpartnern wie LinkedIn, hi5, Friendster, Plaxo, Ning - es soll auch das deutsche Xing dabei sein) an einem Standard für Programme in Social Networking Services. D.h. es wäre Entwicklern dann möglich Anwendungen zu schreiben die in allen beteiligten SNS zum Einsatz kommen können - wobei man momentan ja eh nur für Facebook ein Prog. schreiben kann.
Folgen:
- Die SNS würden alle “besser” werden bzw. davon profitieren. Facebook würde folglich nicht mehr in derselben Geschwindigkeit davonziehen. Wenn die Lücke der kleinen Networks zu Facebook sich durch diese Initiative verkleinert kann das Google ja auch nur recht sein (Marktwert etc.).
- Google kommt es natürlich grundsätzlich zugute, wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit und Verbreitung bzw. Nutzung der Networks zunimmt und damit auch insgesamt die Nutzung des WWW, weil das für Google mehr Werbeeinnahmen bringt.
Weitergehende Gedanken dazu gibt es z.B.
Und hier gibt es auch ein kleines Filmchen dazu…
Arrived well…
September 23, 2007 at 3:22 Uhr nachmittags | In Konferenzen, Wissenschaft | 1 CommentViele Grüße aus einem feinen (und gar nicht mal sooo kleinen) Hotelzimmer im JurysInn im schönen Limerick, wo ich unlängst ein typisches “English Breakfast” zu mir genommen habe…
Für mich beginnt in ein paar Stunden mit dem Vorbereitungstreffen der Student Volunteers die ECSCW 2007.
Richtig rund geht es dann am Dienstag, da darf ich nämlich an einem Workshop mit dem Titel “Why CSCW research? Web 2.0 and Social Software solve our problems anyhow!” teilnehmen.
Anreisetechnisch ist alles glatt gelaufen. Bemerkenswert ist nur der Busfahrer, der mich vom Flughafen in Shanon nach Limerick gebracht hat… der hatte es ziemlich eilig. Limerick gefällt mir noch besser als vorher erhofft: Tatsächlich eher klein, aber auch viele schöne (und alte) Häuser und typisch irisch halt. Und nach einem 10-Minuten-Fussmarsch entlang am River Shannon bin ich am Hilton wo die Konferenz in der nächsten Woche stattfinden wird. Nachdem es jetzt auch nicht mehr regnet, werde ich gleich mal versuchen einen kleinen Tripp Richtung Bunrutty Castle zu starten.
Dumm is halt, dass ich jetzt 2 Tage lang allein hier war, weil da konnte ich jetzt gar niemand mit meiner Freude darüber nerven, dass ich das hier gewonnen habe. Jajaja. ![]()
Dann habe ich ja jetzt ne gute Begründung dafür, die Diplomarbeit als Buch zu veröffentlichen.
So, das bisl Posing musste jetzt einfach raus. Sonst hätte es mich womöglich zerrissen. Für was hat man denn sonst nen privaten Blog…
Achja, eins noch: Die Sprachbarriere - echt kapital. Die sprechen hier … ich weiss nicht wie… aber ich versteh fast nix. Habe gestern abend noch ne irische Comedy-Sendung im TV angesehen und da fast jeden Gag verstanden, also in meinem eingerosteten Wortschatz kann es nicht liegen. Aber wenn die Rezeptionistin hier loslegt isses bei mir aus. Limerick-Slang? Hoffentlich wird das heute abend nicht auch so…
Winning with the Enterprise 2.0
Juni 29, 2007 at 10:13 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Web 2.0, Wissenschaft | No CommentsIm Rahmen der Enterprise 2.0-Konferenz hat Don Tapscott ein Whitepaper mit dem Titel “Winning with the Enterprise 2.0″ herausgebracht.
Und Don Tapscott ist ja nicht irgendwer. Er selber sieht sich z.B. als “one of the world’s leading authorities regarding the role of technology in productivity, business design, effectiveness and competitiveness.” Also Selbstbewusstsein hat er. Und in der Tat sind z.B. Klassiker wie “Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything” von ihm.
Nachdem wir uns ja am Lehrstuhl zur Zeit intensiv mit Enterprise 2.0 beschäftigen, habe ich gestern und heute versucht sein Werk komplett zu lesen. Es blieb leider beim Versuch.
Aus zwei Gründen:
- Ich finde Schaumschlagen ja ok. Macht man eben als BWLer. Aber was er da auf 62 Seiten treibt ist wirklich hohe Kunst. Klar, Don hat einen Schreibstil für den ihn Millionen von Amerikanern beneiden. Aber ich kann bis heute nicht sagen was substantielles oder revolutionäres in seinem Whitepaper steht. Roter Faden und so? Was will er bloß?
- Dass die Zusammenarbeit in einem Unternehmen zunehmend wichtiger ist wird wohl den meisten klar sein. Aber das hat ja nicht von Haus aus schon was mit Enterprise 2.0 zu tun. Ich habe bis zum Schluss versucht herauszufinden was der Inhalt eigentlich mit Enterprise 2.0 zu tun haben soll. Jetzt glaube ich zu wissen: Nicht viel.
Ein Beispiel: Auf Seite 39 beschreibt Don Tapscott das “Siemens Collaborative Knowledge Portal”.
Dieses Portal kenne ich sehr genau. Ich habe es mir vor ein paar Wochen 2 Abende lang zeigen lassen. Und bei den Schweinsohren meines Hundes: Dieses Portal ist soviel Enterprise 2.0 wie mein Mitbewohner (neben mir) gerade nüchtern. ![]()
Das Siemens Collaborative Knowledge Portal ist in etwa genau das Gegenteil von dem was Web 2.0 ausmacht.
Hmm, also lasse mich ja gerne noch beeinflußen in meiner Meinung, aber ich finde: das White-Paper hat nahezu gar nix mit Enterprise 2.0 zu tun.
Jemand anderer Meinung?
Umso spannender sind übrigens die Folien zu den Vorträgen auf der Konferenz. Reinschauen!
P.S.: Im Auftrag meines Mitbewohners darf ich noch Robert Burns zitieren: “But if ye wish her grate foo prayer gie her a haggis.”
P.P.S.: Fast hätte ich es vergessen. Das hat aber doch was:
Rethink knowledge. Knowledge is not something firms can possess. Treat it as something that emerges in relationships as people collaborate to achieve an objective.
Networking-Stöckchen
Juni 14, 2007 at 12:45 Uhr vormittags | In Blogs, Wissenschaft, social networking | No CommentsDie schweizer Medien-… (??, keine Ahnung was die Dame genau macht, verrät sie nicht
Daniela A. Caviglia frägt sich in ihrem Blog womit bzw. wie “Blogger professionell netzwerken”. Abgesehen von der Schwäche, dass es nun mal nicht den typischen Blogger gibt finde ich diese Fragestellung (also: wer netzwerkt wie) natürlich auch grundsätzlich interessant.
Hier wären einmal meine Antworten auf die Stöckchen-Fragen:
Wo im Web betreibst Du Networking?
In Xing, Studivz, bei LinkedIn, und diversen anderen Networks (oft zu Testzwecken).
Was hat Dir der Netzwerkaufwand bisher eingebracht?
Das ist schwierig zu trennen. Sicher hatte ich zahlreiche interessante Kontakte dank Xing, die mir auch direkt etwas gebracht haben: Infos für meine Diplomarbeit, mehrere Angebote meine DA als Buch herauszubringen (wovon ich eine jetzt dann nützen werde
“Job-Opportunities” (die ich aber nicht genutzt habe), mehrere Kooperationen.
Aber erstens: Welcher Aufwand? Die Stunde die es mal gebraucht hat, um das Profil zu erstellen?
Zweitens: Die ein oder andere Person hätte ich wohl auch ohne Xing kontaktiert. Ist im Nachhinein schwierig zu sagen.
Drittens: “Eingebracht”? Aha. In diese Richtung geht’s…
Wo netzwerkst Du ausserhalb des Webs?
Was ist das denn genau? Leute vollschwallen weil man denkt, die könnten einem mal noch nützlich sein? Das versuche ich nämlich gar nicht zu machen. Und, dass man sich (ich mich) für Leute interessiert und frägt was die machen: Immer!!
Mit konkreten Ergebnissen?
S.o.
Was ist Deiner Meinung nach effizienter, netzwerken im Web oder ausserhalb?
Effizienter? Das kann man doch so nicht vergleichen. Hat beides Vor- und Nachteile und ist grundsätzlich eher komplementär als konkurrent.
Das Wichtigste beim Netzwerken?
Bei welcher Art von Netwerken? Reden wir von Kommunikation? Koordination?
Jetzt wo ich die Fragen beantwortet habe fällt mir auf wie unreflektiert diese m.E. sind. Was ist denn jetzt erstmal Networking? Solche Fragen sind genau der Grund warum ich mir lange überlegt habe, ob ich meine Diss über Networking machen will. Als ob “Networking” ein Selbstzweck wäre. Und als ob man durch die Welt laufen würde, ständig auf der Jagd nach Leuten die einen weiterbringen können und die man vollschleimen sollte. Brrrrr! Eine Networking-Plattform hat mehrere Funktionalitäten, die ich nutze. Ich kann z.B. nach Ansprechpartnern für meine Fragen zu Networking suchen (Expertenverzeichnis etc.) und schauen wer von meinen Kontakten als nächstes Geburtstag hat (Beziehungsmanagement). Das alles ist networking. Aber da überlege ich doch nicht gleich wieder: Was bringt mit das in monetären Größen?
Die Leute die genau das machen sind mE Schuld daran, dass Networking über Jahre so einen schlechten Ruf hatte und vielleicht immer noch hat.
Naja vielleicht sind ja genau die zwei Makel, die mir jetzt an der Umfrage aufgefallen sind (Blogger sind Du und ich und Networking ist kein Selbstzweck) Frau Caviglia’s Erkenntnisse am Ende. Mal sehen.
Vom UniBw-Spamproblem und dem UniBw-Flirtpodcast
Juni 4, 2007 at 6:03 Uhr nachmittags | In Blogs, Wissenschaft | No CommentsDas kommt davon… Information overload sorgt für ein Aufmerksamkeitsdefizit!
Bahnhof?
Der Reihe nach: Die UniBw hat ein kleines großes Spam-Problem. Ich werde tagtäglich mit Mails zugemüllt.
Aber nicht mit Meldungen wie “Stop gaining weight and get the figure you want” oder “Penis Enlargement”, sondern schlimmer. Mit Mails die man erst nach 10 Sekunden als Spam identifiziert. Sie kommen nämlich von internen Stellen: “PAUS (für Unwissende: Pass- und Ausweisstelle) heute von 14 - 14:10 Uhr geschlossen”, “Fotostelle heute nur bis 15 Uhr offen” und seit Wochen wirklich täglich: Meldungen wie die Folgende “Heute überprüfen wir die Wasserleitungen auf der linken Seite vom Keller des ersten Bauteils des Gebäudes 33. Stände da ein Klo könnten Sie es heute nicht benutzen”. Suuuper. Danke.
Alles Dinge, die mich sowas von gaaar nicht interessieren und so wird es auch 99 % aller Angehörigen der Uni gehen.
Uuuuund: Wenn man so vollgespamt wird, übersieht man (aufgrund der Resistenz gegen interne Mails) natürlich auch andere interne Mails. Z.B. die, dass Studenten der UniBw das deutschlandweit erfolgreicheste Podcast betreiben. Gut, dass ich die Meldung gerade noch auf der Startseite der Uni-Homepage gefunden habe und jetzt darauf hinweisen kann.
Sauber!! Hier geht’s zur Site.
Und dort findet sich auch ein Link auf eine andere Podcast-Site von Studenten der UniBw.
Ich selber hatte jetzt nicht die Muße mir die Podcasts anzuhören. Das verträgt sich nicht mit der SQL-Übung, die ich gerade für morgen vorbereite. Aber ich denke, es lohnt sich das zu tun, umsonst wird die Site sicher nicht auf Platz 1 gekommen sein…
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