Conference on Hypertext and Hypermedia 2008
Juni 23, 2008 at 10:05 Uhr vormittags | In Konferenzen, social networking | No CommentsMichael Koch hat mich glücklicherweise auf die o.g. Konferenz aufmerksam gemacht. Für alle die sich ein wenig fundierter mit Social Networks beschäftigen lohnt es sich auf alle Fälle in die Proceedings zu schauen.
Der große Rundumschlag – Konferenztourismus 2.0
Juni 5, 2008 at 8:33 Uhr vormittags | In Konferenzen | No CommentsIn den letzten 3,4 Wochen bin ich leider nicht zum Bloggen gekommen, was v.a. daran lag, dass ich unsere Sichtweise auf Enterprise 2.0 und auf SNS in die Lande getragen habe. Im Folgenden der Versuch eines Resume zu den drei Konferenzen auf denen ich aktiv war:
Coop 2008 (Carry le Rouet, Provence) – 20.4.-23.5.
Die einzige Konferenz (von den drei) mit wissenschaftlichem Charakter. Das Konferenzhotel war wunderbar direkt an der Cote d’Azur gelegen. Die französische Küche und die Gemütlichkeit der Organisatoren tat ihr übriges und so kam man nicht umhin sich immer ein wenig im Urlaub zu fühlen. Das Teilnehmerfeld war sehr heterogen. Die Teilnehmer kamen nicht nur von Unis aus 11 Ländern (vertreten waren knapp 20 Nationalitäten), sondern auch aus teils völlig anderen Studienrichtungen. Die Heterogenität setzte sich in den Papersessions und Workshops fort. So bekam ich zu meinen beiden Präsentationen zu SNS auch nicht außergewöhnlich viel verwertbares Feedback, weil die Zuhörer eben oftmals aus ganz anderen „Welten“ kamen bzw. „auf ganz anderen Wellen reiten“. Interessanterweise zog sich trotzdem durch sehr viele Papers die Gemeinsamkeit rund um Web 2.0 aufgestellt zu sein. Herr Koch hat fleißig zu einzelnen Sessions gebloggt. Im Vordergrund stand für mich die Möglichkeit sich in der verhältnismäßig kleinen Gruppe (70 Teilnehmer) während mehr als drei Tagen intensiv über verschiedene Standpunkte unterhalten zu können. Natürlich wurde sich nicht ausschließlich über wissenschaftliche Themen unterhalten und so kam (zumindest bei mir) ein wenig Erasmusstimmung auf. Nicht nur deswegen, sondern gerade weil man tolle Einblicke in die Herangehensweise an Forschungsprojekte in anderen Ländern bekam, war die Konferenz für mich ein großer Gewinn und bisher meine „schönste“ Konferenz.
Webinale (Karlsruhe) 26.5.-28.5.
Wie mir erst während der Konferenz klar wurde, handelt es sich bei der Webinale nicht um eine kleine regionale Entwicklerkonferenz, sondern um Europas größte Konferenz rund um Web-Development. Zusammen mit zwei kleineren Konferenzen die zeitgleich vom selben Veranstalter ausgerichtet wurden, nahmen mehr als 1000 Leute daran teil. Die Speaker kamen aus ganz Europa und wenige sogar aus Übersee. Unsere Forschungsgruppe war am zweiten Tag mit einem Vortrag zu Enterprise 2.0 vertreten. Es war zwar eine eher kleine Session (vielleicht 50-60 Zuhörer), aber dafür waren alle sehr aufmerksam, was sich auch später an den zahlreichen exzellenten Fragen äußerte. Insgesamt war die Webinale also auch eine runde Sache und ich würde mich freuen das sympathische Orga-Komitee im nächsten Jahr wieder beehren zu können. ![]()
Im Rahmen der Webinale wurde ich von der Zeitschrift “Create or Die” auch zu Enterprise 2.0 interviewt.
IICO (Berlin) 2.6. -4.6.
Der IICO-Internetkongress ist ein Praktikerkongress, d.h. die Teilnehmer kamen eher aus großen Unternehmen oder von Behörden und wurden i.d.R. von diesen nach Berlin geschickt, um sich über Internet-Trends etc. zu informieren. Ich fand es ganz interessant auch einmal vor einer solchen Zuhörerschaft zu präsentieren. Am zweiten Tag stellte ich zunächst die Ergebnisse unserer SNS-Studie vor. Da ich den Vortrag so ähnlich schon Anfang April ebenfalls in Berlin auf der re-publica gehalten habe, konnte ich die Reaktionen der Zuhörer sehr schön vergleichen. Leider zeigten einige Fragen, die anschließend kamen, dass manche Teilnehmer mit dem Inhalt des Vortrags entweder nicht so viel anfangen konnten (vielleicht schlechte Performanz meinerseits), oder schon dermaßen im eignen Tunnel gefangen sind, dass der Blick nach rechts oder links schwerfällt (in diesem Fall schlechte Performanz dieser Zuhörer ;). Am dritten Tag machte ich die interessante Erfahrung einen Ganztages-Workshop mit 22 Teilnehmern zu moderieren. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass jeder Teilnehmer 390€ nur dafür zahlt am Workshop teilzunehmen, hätte ich dies vielleicht nicht gemacht - aus Angst die Erwartungen der Teilnehmer nicht zu erfüllen. Aber im Nachhinein war die Veranstaltung nicht nur eine tolle Erfahrung, sondern ich habe auch viele interessante Menschen kennen gelernt, deren Erfahrungen mit Enterprise 2.0 auch meist positiv waren. Ein Teilnehmer wartete zwar mit der Wahnsinnsaussage „Web 2.0 ist tot“ auf. Dieser verkrümelte sich aber nach Überbringen der Botschaft und gescheiterter Revolte, auch schnell wieder, mit dem Wissen gerade 390€ für 1 ½ Stunden rumsitzen und 5 Minuten Redezeit gelöhnt zu haben. Sensationelle Einstellung. ![]()
Sensationell fand ich auch Berlin, dessen Besichtigung ich diesmal mehr Zeit widmen konnte als im April. Das Regierungsviertel ist wirklich beeindruckend geworden. Wenn die so weiter machen, wird Berlin tatsächlich noch eine Hauptstadt. *g* Weniger berauschend war dafür das Konferenz-Hotel (reimt sich auf Maritim pro Schwarte) für das man (als zahlender Gast, also nicht ich
170€/Nacht hinlegt: Durchgelegene Betten, kleine, abgewohnte Zimmer und was mich immer total nervt: Für das WLAN darf man dann auch noch extra zahlen. Na danke. Da nützt die Lage (3 Min zum Reichstag) auch nix mehr.
Egal. Jetzt freue ich mich erstmal auf drei Monate, die nahezu (wenn man vom privaten Urlaub absieht) reisefrei sein werden. D.h. ein paar gemütliche Abende im Biergarten oder auf dem heimischen Balkon sind drin und ein paar Bier auch – um Deutschlands Sieg beim Finale in Wien entsprechend zu feiern. Und da schließt sich der Kreis: Wien ist nämlich mein erklärtes Ziel: Dort finden die beiden (für mich) wichtigsten Konferenzen 2009 statt: Die WI und die ECSCW. Vorher müssen aber noch zwei überzeugende Paper geschrieben werden. Läuft.
re:publica 2008 – Die unkritische Masse
April 4, 2008 at 11:48 Uhr nachmittags | In Konferenzen, social networking | No CommentsSo, die re:publica 2008 ist zu Ende und ich habe Zeit ein paar meiner Eindrücke festzuhalten ohne eine Zusammenfassung der Konferenz geben zu wollen (Für die, die danach suchen: hier gibt’s massig davon).
Zwei Punkte finde ich erwähnenswert:
„Klassentreffen“ statt Visionen
Ich muss der TAZ teilweise recht geben: „Kuscheln“ war angesagt. Es waren selten konträre Sichtweisen zu finden. Finde ich nicht weiter schlimm und war wohl auch so von den Veranstaltern abzusehen. Was mir aber beim Thema Vorträge gefehlt hat, war auch einmal was über die Meinung der Redner zur Zukunft zu hören - wo es hingehen könnte, oder hingehen sollte. Die Vision eben. Es handelte sich schließlich (wirklich) ein Zusammentreffen der deutschen Web-Avantgarde und wenn die nicht wissen wo es hingeht, wer dann. „Gegenseitiges Bauchpinseln“ (wie von der TAZ bemängelt) hab ich persönlich nicht viel entdecken können, nur eben auch sehr wenig Reflektiertes. Die Podiumsdiskussion zur „Zukunft“ der Networks wurde zur Lachnummer, viele andere Vorträge hörten genau da auf wo die Redner erst richtig hätten anfangen sollen. Nach dem Motto: „…Da wollen wir hin, wir sind die ersten, das ist spannend!“. Nein das Gegenteil war der Fall, auf der re:publica war Understatement an der Tagesordnung. Viele Vortragende hatten durchaus sehr spannende Dinge zu erzählen, trotzdem war regelmäßig sinngemäß zu hören: „Das was wir gemacht haben war ja nichts Großartiges“.
Idealismus statt „Geld verdienen mit Blogs“; Aktivismus statt Apathie
Stattdessen war regelmäßig zu merken, dass vieles was vorgestellt wurde aus Idealismus vorangetrieben wurde. Die Podiumsdiskussion zu „Geld verdienen mit Blogs“ reihte sich da sehr schön ein, in viele, viele andere Aktivitäten von denen berichtetet wurde: Don Dahlmann erzählte, er hätte “das mit dem Opel Astra eben mal probiert”. „Weil wir es können“. Das war witzigerweise auch der Titel einer Podiumsdiskussion (u.a. wieder von Don Dahlmann, der bei mir einen sehr sympathischen und kompetenten Eindruck hinterlassen hat) die für mich mit zum Besten zählt was ich gehört habe. Da wurde mal kritisch hinterfragt und es wurden Prognosen gestellt. Vom Schockwellenreiter Jörg Kantel, Stefan Kluge und Prof. Oliver Wrede wurde während dieser Diskussion übrigens immer wieder (implizit) das Problem Medienwahl angesprochen. Also: “Die Leute haben alle Medien zur Verfügung, aber wissen nicht wie sie diese nutzen können”. Und dazu gehört natürlich erstmal sich für ein Medium zu entscheiden.
Nochmal zurück zum Idealismus. Das für mich Besondere an der re:publica war etwas, was ich für mich zunächst als Geschichtenerzählen abgetan habe. Denn die meisten Redner taten eigentlich nichts anderes. Aber sie hatten halt auch was zu erzählen. Im Panel “Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus” meinte der Greenpeacemensch: “Geht zu Greenpeace, geht zu Aktion Mensch, egal, Hauptsache macht was!” Doch das brauchte man den meisten Menschen auf der re:publica eben gerade nicht erzählen. Denn die meisten Anwesenden sind sicher eines nicht: “nicht aktiv”.
Die re:publica 2008 war für mich nicht geprägt von außerordentlich überraschenden Erkenntnissen oder Ausblicken (wahrscheinlich auch deswegen, weil alles schon vorher im Web zu lesen war, was die Anwesenden so getrieben haben), sondern von der Tatsache, dass viele wirklich etwas spannendes erlebt hatten. Und das waren wohl (?) auch die Themen, die andere bewegt haben. (vermutlich, finde echt nicht gerade viele Posts zu rp08).
UPDATE: Langsam kommt die Berichterstattung ein bisl ins Rollen. Gut gefällt mir was Thomas Knüwer schreibt. Das deckt sich ziemlich mit meinem Beobachtungen und liest sich auch noch toll.
Und TKnüber schreibt auch über etwas, was ich völlig vergessen hatte: Ja, die re:pulbica war sehr gut organisiert: Das WLAN funktionierte super, das Catering, etc. Das hatte ich schon als selbstverständlich hingenommen, aber das ist es eigentlich nicht. Danke bzw. Lob an die Orga.
P.S.: Wen es interessiert: Mit meinem Vortrag war ich ziemlich glücklich. Der Raum war proppevoll, die Zuhörer waren interessiert und es gab von vielen Seiten tolles Feedback. Die Folien stehen ja auch schon on.
Aus Bloggern werden Follower
April 4, 2008 at 10:28 Uhr nachmittags | In Blogs, Konferenzen | No CommentsBevor ich gleich zu meinem re:publica-Rundumschlag aushole
möchte ich noch kurz auf das Twitter-Phänomen eingehen. Meiner Ansicht nach war Twitter der heimliche Star der letzten Tage. Denn geschätzte 80% der Teilnehmer sind auch im Twitter zu finden. Man redete nur nicht darüber, dass man twittert, man tat es einfach. Sehr Viele hatten gleich zu Beginn an einem Stand vorbeigeschaut, wo man sich einen Button mit seinem Twitter-Profilbild anfertigen lassen konnte, um von den eigenen Twitter-Followern (Abonnenten) erkannt zu werden und vice versa. Gleich am ersten Abend veranstaltete dann z.B. Sascha Lobo eine Party für seine Follower. Und es sieht auch so aus, als hätte Markus Beckedahl am Ende recht behalten und es wurde dieses Jahr weniger über die re:publica gebloggt, weil viele Teilnehmer ihr „Mitteilungsbedürfnis“ schon über Twitter gestillt hatten. Der Schmerz der Veranstalter darüber dürfte sich in Grenzen halten, das mediale Interesse war auch so groß wie nie. Übrigens war heute sogar im Provinzblatt schlechthin, der Augsburger Allgemeinen, ein Artikel.
Trotzdem ist es natürlich bemerkenswert, dass die ach-so-simple Anwendung Twitter damit einen guten Teil der Sichtbarkeit der Konferenz (auf einen Personenkreis) beschränkt hat. Nachdem mir auch nach längerem Nachdenken kein Argument eingefallen ist, warum ich Twitter nicht endlich auch nutzen sollte, bin ich jetzt einfach mal ziemlich verspätet auf den Zug aufgesprungen und freu mich schon auf diverse Experimente. Mein account ist übrigens: arimue ![]()
I’m a Communicator, I’m a Blogger, I’m a Podcaster. That’s what I do!*
März 15, 2008 at 2:17 Uhr nachmittags | In Konferenzen | No Comments*Aussage eines Panelteilnehmers während der Euroblog 2008 in Brüssel, einer Konferenz, “die über die aktuellen Trends der PR 2.0 informieren möchte” und an der ich die letzten drei Tage teilnehmen durfte.
Mein kleines persönliches Fazit: Nach zahlreichen Gesprächen mit “PR”-Leuten von Dänemark bis Italien sieht es für mich so aus als wäre Enterprise 2.0 in der PR-Welt noch nicht angekommen. Als z.B. in unserem Panel behauptet wurde Social Media würde ja allgemein in großen Unternehmen noch nicht so eingesetzt wurde dem nicht widersprochen. Obwohl man ja nicht nur bei uns zu lesen ist wie zahlreiche große dt. Unternehmen Social Software einsetzen.
Neben Erinnerungen an ausnahmslos sympatische Gespräche mit sehr interessierten (eher älteren) Teilnehmern der Konferenz nehme ich deswegen hier aus Brüssel v.a. den Eindruck mit, dass man sich in der PR-Welt (vielleicht aufgrund der nicht so ausgeprägten Forschungstätigkeiten?) momentan eher mit der Rolle des Fast Follower zufrieden gibt.
Ich denke, dass das gar nicht mal so tragisch ist, weil ich die Vorteile von Social Media wesentlich mehr bei Collaboration als bei Issue Management & Co. sehe.
Sicherlich sind einige Web 2.0-Konzepte (Participation, Openess) für die PR nicht nur wichtig, sondern verpflichtend. Und hierzu hat man sich schon ein paar Gedanken gemacht. Nur eben nicht so sehr zum Einsatz von Social Software.
Und deswegen passt das Zitat im Titel für mich ganz gut zur Konferenz. Man nutzt verschiedene Social Software natürlich auch in der PR. Teilweise sicherlich reflektiert, teilweise ist man auch einfach nur stolz, dass man bloggt. Ist ja auch was… ![]()
Euroblog 2008
März 12, 2008 at 2:28 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Konferenzen, research | No CommentsDiesen Freitag (14.3.) werde ich zusammen mit Alexander Warta von Bosch auf der Euroblog 2008 in Brüssel (13.-15.3.) einen Vortrag zum Thema Medienwahl halten. Neben der Fallstudie “Medienwahl bei Bosch”, die wir im Oktober auch auf der Geneme 07 hatten, werden wir diesmal auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung dieses Problems vorstellen.
Zur Euroblog:
The Brussels Symposium brings together the latest academic thought with leading edge practice from Europe, the USA and elsewhere to draw new theoretical insights and encourage and shape practitioner innovation and implementation. By identifying and presenting examples of best practice, empirical investigation and new concepts for modelling and understanding the rapid changes in relationship management, EuroBlog 2008 will shape the agenda for social media discussion.
Inzwischen ist auch das vollständige Programm online. Sieht nicht nur sehr international sondern den Themen nach auch vielfältig, insgesamt ziemlich vielversprechend aus.
Hier geht’s direkt zum Registrieren.
Nett: Auch hier gibt’s eine Google Map mit den Vortragenden:
Vortrag: Wissensbarrieren in Theorie und Praxis
Januar 14, 2008 at 5:57 Uhr nachmittags | In Konferenzen | No CommentsAm 24.1. werde ich beim AKWM-Startup 2008 des Arbeitskreises Wissensmanagement in der Führungsakademie Karlsruhe einen Vortrag zum Thema “Wissensbarrieren in Theorie und Praxis” halten.
Im ersten Teil der Präsentation werde ich meine Diplomarbeit vorstellen (->Theorie). Dann werde ich noch ein paar Aspekte unseres (erfolgreich abgeschlossenen) Projektes “Wissensmanagement in kleinen Projektorganisationen und wissensintensiven Dienststellen der Bundeswehr” vorstellen (->Praxis).
Hier geht’s zur Agenda und ggf. Anmeldung.
I’m back
Oktober 26, 2007 at 3:29 Uhr nachmittags | In Konferenzen | 3 CommentsSooo, die letzten 11 Tage war Blog-Auszeit, aber jetzt geht wieder was. Es hat sich auch einiges getan. Zuerstmal: Ich war in den letzten 2 Wochen auf mehreren Veranstaltungen:
* 11.10. - 5. Karlsruher Symposium für Wissensmanagement.
Eine praxisnahe Konferenz mit Vorträgen aus der Wirtschaft und Wissenschaft. Los ging’s für mich mit dem Vortrag von Klaus North zum Thema “Wissensarbeit und Wissensarbeiter: Wie lässt sich Produktivität und Wertschöpfung steigern?”. War sehr interessant mal wieder upgedated zu werden, was sich so im “reinen” Wissensmanagement (also nicht bei Personalern die sich auf einmal Knowledge Manager nennen, weil Menschen/Personal ja auch Knowledge sind) so tut.
Anschliessend habe ich ihn auch noch persönlich kennen lernen dürfen:

(Klaus North ist der ganz links von dem man nicht mal den Bart sieht, weil er leider abgeschnitten wurde. Der rechts ist Peter Schnurr der dynamische Geschäftsführer von Ontoprise bzw. einer von zweien).
Für meine Diss. war der Vortrag von Prof. Hendrik Speck “social network analysis - Beziehungsgeflechte im sozialen Netzwerk” sehr relevant. Dieser war sehr kurzweilig und es wurde sehr viel gelacht, nur war er (nach Meinung meiner Sitznachbarn und mir) ein wenig arrogant bzw. kam so rüber. Und so nehme ich mir mal ebensoviel Arroganz raus und sage, dass der Vortrag für mich leider keine großen Erkenntnisse brachte, ausser, dass Herr Speck seine Folien aktualisieren sollte. Dort war nämlich MySpace noch absoluter Marktführer bei den Social Networks in den USA und Facebook war Herrn Speck nicht einmal ein Bemerkung wert…
Absolutes Highlight war der Vortrag von Prof. Dr. Hermann Maurer, TU Graz mit dem Thema “Die Gefahr des Google Phänomens und anderer Web 2.0 Entwicklungen”. Auch dieser Vortrag war sehr amüsant, auch wenn sein Ausblick in die Zukunft eher duster war. Hoffen wir mal, dass er mit seiner Prognose des allmächtigen Google, das sogar Börsenkurse manipulieren kann nicht recht behält.
Insgesamt war die Konferenz (nach der DLD, WI, M&C, ECSCW wohl meine fünfte und letzte in diesem Jahr) zwar nicht die mit dem höchsten Informationsgehalt, aber schätzungsweise (mit der M&C) die mit der nettesten Atmosphäre. Klein und fein. Das ist sowieso meine bisherige Erkenntniss aus den letzten Events: Es muss nicht immer eine Massenveranstaltung sein. Aber da werde ich wohl nicht der erste sein.
*24.10. Lotus Collaboration Summit im Mercedes Benz-Museum in Stuttgart
Eigentlich eine Veranstaltung auf der IBM die neuen Lotus-Produkte vorstellt. Hingefahren sind wir v.a. weil Herr Koch am Power-Lunch: “Kreativität ohne Grenzen – Wettbewerbsvorteil durch Web 2.0?” teilgenommen hat. Die Diskussion dort war sehr interessant. Besonders gut gefallen haben mir mehrmals die Kommentare von Andreas Hiller (Geschäftsführer, GIS Gesellschaft für Informationssysteme) der überwiegend bei KMU (u.a.) Social Software einführt. Er stellte klar, dass es gar nicht darum gehe, ob Web 2.0 alter Wein in neuen Schläuchen ist, sondern darum, ob die Kunden mit den Produkten etwas anfangen können oder nicht. “Ich weiss nicht ob man es mir ansieht, aber ich habe momentan sehr viel Spaß an meiner Arbeit”. Einfach nur sympatisch, der Mann. Web 2.0 macht eben “einfach Spaß”. ![]()
Der Robert Basic war auch da und schreibt ein bisl was dazu. Robert kam wie immer sehr sympatisch rüber, ging nur in der Diskussion m.E. ein bisl unter. Er brachte ein lustiges Beispiel das von den Teilnehmern des Podiums gerne aufgegriffen, aber wohl nicht von allen gleich verstanden wurde (sinngemäß: “das Wikipedia-Prinzip ist eigentlich schon 50 Mio Jahre alt, aber erst seit ein paar Jahren wird es umgesetzt. Viel zu spät.”). Naja vielleicht lese ich dazu demnächst ja mal wieder was in seinem Blog. Btw die Informatik in München wird (genau) heute 40 Jahre alt. Gerade mal 40 JAHRE! Echt interessant. Erwähnenswert finde ich -neben der Tatsache, dass die ganze Veranstaltung nicht wie eine reine Verkaufsveranstaltung rüber kam, also sehr angenehm- noch den Vortrag von Herrn Prof. Welsch. Rhetorisch absoluter Wahnsinn (v.a. keineswegs typsiches IBM-Denglisch was man allen anderen Präsentationen des Tages ankreiden könnte) und super interessant. Robert schreibt was dazu. Ich versuche mich gerade daran die Folien zu besorgen. Die hatten es echt in sich.
Insgesamt war das Event die Anreise nach Stuttgart auf jeden Fall wert.
ECSCW - Nachtrag
September 30, 2007 at 12:38 Uhr vormittags | In Konferenzen, research | No CommentsNoch kurz ein Hinweis zur ECSCW. Die ging ja gestern zu Ende und seit heute abend hat Deutschland mich wieder. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen jeden Tag aus Limerick zu bloggen, aber irgendwie konnte ich mich nie so richtig entscheiden über was. Das war wie ein Knoten und somit eine neue interessante Blog-Erfahrung. Andere haben es besser gemacht. Wobei man bei den Konferenzbloggern wohl auch etwas überfahren von den vielen Eindrücken war. Da ist der letzte Post vom Mittwoch.
Sehr spannend finde ich dafür noch, dass sich einige der Teilnehmer im Facebook in einer ECSCW-Gruppe zusammengefunden haben um Fotos, Blogs etc. auszutauschen. Wenn sich das etablieren würde, könnte man ja in Zukunft eine Konferenzliste eigentlich als Gruppe organisieren… man muss sich nur auf das Netzwerk einigen…
Arrived well…
September 23, 2007 at 3:22 Uhr nachmittags | In Konferenzen, Wissenschaft | 1 CommentViele Grüße aus einem feinen (und gar nicht mal sooo kleinen) Hotelzimmer im JurysInn im schönen Limerick, wo ich unlängst ein typisches “English Breakfast” zu mir genommen habe…
Für mich beginnt in ein paar Stunden mit dem Vorbereitungstreffen der Student Volunteers die ECSCW 2007.
Richtig rund geht es dann am Dienstag, da darf ich nämlich an einem Workshop mit dem Titel “Why CSCW research? Web 2.0 and Social Software solve our problems anyhow!” teilnehmen.
Anreisetechnisch ist alles glatt gelaufen. Bemerkenswert ist nur der Busfahrer, der mich vom Flughafen in Shanon nach Limerick gebracht hat… der hatte es ziemlich eilig. Limerick gefällt mir noch besser als vorher erhofft: Tatsächlich eher klein, aber auch viele schöne (und alte) Häuser und typisch irisch halt. Und nach einem 10-Minuten-Fussmarsch entlang am River Shannon bin ich am Hilton wo die Konferenz in der nächsten Woche stattfinden wird. Nachdem es jetzt auch nicht mehr regnet, werde ich gleich mal versuchen einen kleinen Tripp Richtung Bunrutty Castle zu starten.
Dumm is halt, dass ich jetzt 2 Tage lang allein hier war, weil da konnte ich jetzt gar niemand mit meiner Freude darüber nerven, dass ich das hier gewonnen habe. Jajaja. ![]()
Dann habe ich ja jetzt ne gute Begründung dafür, die Diplomarbeit als Buch zu veröffentlichen.
So, das bisl Posing musste jetzt einfach raus. Sonst hätte es mich womöglich zerrissen. Für was hat man denn sonst nen privaten Blog…
Achja, eins noch: Die Sprachbarriere - echt kapital. Die sprechen hier … ich weiss nicht wie… aber ich versteh fast nix. Habe gestern abend noch ne irische Comedy-Sendung im TV angesehen und da fast jeden Gag verstanden, also in meinem eingerosteten Wortschatz kann es nicht liegen. Aber wenn die Rezeptionistin hier loslegt isses bei mir aus. Limerick-Slang? Hoffentlich wird das heute abend nicht auch so…
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