US-Politik 2.0

März 31, 2008 at 4:52 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, Facebook, Web 2.0 | No Comments

Wenn man “nach Facebook geht” dann ist die US-(Vor-)-Wahl klar entschieden.
733.000 vs. 141.000 Unterstützer:
ob vs. cli

Keine Idee woran das liegt. Ist Obamas Team mehr im www aktiv?
Interessant auf jeden Fall….

Wie lange ist denn Deiner?*

März 27, 2008 at 6:19 Uhr nachmittags | In Blogs | 2 Comments

*Mit dieser Aussage habe ich gerade folgenden Link geskypt bekommen:
E-Penis - Sozialer Status im Internet

Also ich finde das ein wenig sexistisch… und das von einer Verhaltensbiologin. ;-)

Ermittlungen im StudiVZ

März 27, 2008 at 3:11 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, social networking, studivz.net | 1 Comment

In einem Artikel schreibt die TAZ darüber, wie die Bildzeitung “privateste Daten und Fotos” der Nutzer dankend gern verwendet:

Als Anfang März in Hamburg beinahe eine Lufthansa-Maschine abgestürzt wäre, “enthüllte” Bild “das traurige Geheimnis der schönen Pilotin” auf ihrer Titelseite - ein Blick ins StudiVZ reichte, um herauszufinden, was die Hobbies und Vorlieben, was die Ängste von “Maxi J. (24)” waren. Die passende Bebilderung? Lieferte ein einfacher Klick auf das private Fotoalbum, das die Pilotin auf der Online-Plattform veröffentlicht hatte. In anderen Fällen ging die Berichterstattung weit darüber hinaus. Als im Januar etwa eine junge Frau bei einem Ski-Unfall ums Leben kam, druckte die Bild am Sonntag nicht nur ein dort gepostetes Foto der Frau ab - sondern zählte auch ihre Kontakte bei StudiVZ, um sie als “sehr beliebt” zu charakterisieren und nannte ihre liebsten Schulfächer.

Dieser “Datenklau der Boulevard-Blätter” wird zurecht kritisch hinterfragt.

Dazu fallen mir 2 Dinge ein:

1. Die Bild hat ihre Informationen über betroffene Personen früher auch ohne StudiVZ bekommen und daraus entsprechend kapitale Artikel gemacht. Geändert hat sich doch eher, dass die Nutzer es jetzt mehr in der Hand haben, was andere über sie erfahren. Die Jugendlichen sollten lediglich mehr dafür sensibilisiert werden, was online gehört und was nicht.

2. Die “freiwillige Selbstenthüllung” (Artikel der SZ dazu) der Jugendlichen hat auch schon sehr positive Auswirkungen gehabt. Deutschlandweit setzen z.B. Staatsanwälte SNS (z.B. besonders Lokalisten) ausgesprochen erfolgreich dazu ein, um Beteiligte an Schlägereien, Überfällen, etc. zu finden. Dabei ist es absoluter Standard in den Staatsanwaltschaften geworden, die Opfer zunächst auf gängige SNS anzusetzen, um dort nach Fotos der Täter zu suchen.

In der Taz wird übrigens folgendes Fazit gezogen:
“Denjenigen, die weder beim Staatsanwalt noch in der Bild-Zeitung ihre Marihuana-Abende rechtfertigen wollen, bleibt daher nur eines: Nie wieder Gruscheln.”

Oder sich einfach nicht beim Kiffen fotografieren lassen? Oder einfach aufhören zu kiffen?

Endlich erschienen: Unser Artikel über “Targeting in Social Networks”

März 21, 2008 at 12:26 Uhr vormittags | In Facebook, Wissenschaft, social networking | 2 Comments

Mehr als ein halbes Jahr nach seiner Fertigstellung ist nun auch unser Artikel über “Targeting in Social Networks” im Focus Jahrbuch 2008 erschienen. Jeder der im Buch enthaltenen Artikel ist hier gratis als MP3 verfügbar.

Zur “Geschichte” des Artikels:
Als wir anfingen den Artikel im Juli 2007 zu schreiben, waren die “Skandale” um Werbung in Social Networks noch weit in der Zukunft und keiner konnte damals etwas mit dem Begriff “Targeting” anfangen. Doch seit Anfang Dezember 2007 war nahezu täglich in vielen Zeitungen über die ersten Gehversuche der deutschen Social Networks StudiVZ und Xing zu lesen. Weitere drei Monate später liegt nun (hiermit) auch ein Artikel vor, der aus wissenschaftlicher Sicht versucht, die Möglichkeiten rund um das Thema “Targeting in Social Networks” zu erörtern.

Via Marco.

P.S.: Gibt es etwas komischeres als seinen eigenen Artikel vorgelesen zu bekommen?

67 Reasons that Outlook Sucks

März 17, 2008 at 9:49 Uhr vormittags | In CSCW | No Comments

Oh ja! Er hat so recht!
Grund Nummer 68 wäre für mich die weiterhin katastrophale imap-Unterstützung, die mich vor einigen Wochen zu Thunderbird wechseln ließ. Und es ist so wie vor 5 Jahren beim Wechsel zu Firefox: Je ne regrette rien ;-), bzw. ich vermisse nichts.
Via

I’m a Communicator, I’m a Blogger, I’m a Podcaster. That’s what I do!*

März 15, 2008 at 2:17 Uhr nachmittags | In Konferenzen | No Comments

*Aussage eines Panelteilnehmers während der Euroblog 2008 in Brüssel, einer Konferenz, “die über die aktuellen Trends der PR 2.0 informieren möchte” und an der ich die letzten drei Tage teilnehmen durfte.

Mein kleines persönliches Fazit: Nach zahlreichen Gesprächen mit “PR”-Leuten von Dänemark bis Italien sieht es für mich so aus als wäre Enterprise 2.0 in der PR-Welt noch nicht angekommen. Als z.B. in unserem Panel behauptet wurde Social Media würde ja allgemein in großen Unternehmen noch nicht so eingesetzt wurde dem nicht widersprochen. Obwohl man ja nicht nur bei uns zu lesen ist wie zahlreiche große dt. Unternehmen Social Software einsetzen.

Neben Erinnerungen an ausnahmslos sympatische Gespräche mit sehr interessierten (eher älteren) Teilnehmern der Konferenz nehme ich deswegen hier aus Brüssel v.a. den Eindruck mit, dass man sich in der PR-Welt (vielleicht aufgrund der nicht so ausgeprägten Forschungstätigkeiten?) momentan eher mit der Rolle des Fast Follower zufrieden gibt.
Ich denke, dass das gar nicht mal so tragisch ist, weil ich die Vorteile von Social Media wesentlich mehr bei Collaboration als bei Issue Management & Co. sehe.
Sicherlich sind einige Web 2.0-Konzepte (Participation, Openess) für die PR nicht nur wichtig, sondern verpflichtend. Und hierzu hat man sich schon ein paar Gedanken gemacht. Nur eben nicht so sehr zum Einsatz von Social Software.

Und deswegen passt das Zitat im Titel für mich ganz gut zur Konferenz. Man nutzt verschiedene Social Software natürlich auch in der PR. Teilweise sicherlich reflektiert, teilweise ist man auch einfach nur stolz, dass man bloggt. Ist ja auch was… ;-)

Mobile Nutzung von Social Networks

März 12, 2008 at 10:47 Uhr nachmittags | In social networking | No Comments

Das die mobile Nutzung von Social Networks im Kommen ist - keine Frage.
Hier gibt’s mal ein paar Zahlen dazu.

Hat zwar gar nix mit Social Software zu tun…

März 12, 2008 at 7:09 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien | 3 Comments

… aber mit der zweifelhaften Berichtsqualität zahlreicher Medien:
Jetzt wird zurückgelogen.

Klasse Idee.

Euroblog 2008

März 12, 2008 at 2:28 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Konferenzen, research | No Comments

Diesen Freitag (14.3.) werde ich zusammen mit Alexander Warta von Bosch auf der Euroblog 2008 in Brüssel (13.-15.3.) einen Vortrag zum Thema Medienwahl halten. Neben der Fallstudie “Medienwahl bei Bosch”, die wir im Oktober auch auf der Geneme 07 hatten, werden wir diesmal auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung dieses Problems vorstellen.

Zur Euroblog:
The Brussels Symposium brings together the latest academic thought with leading edge practice from Europe, the USA and elsewhere to draw new theoretical insights and encourage and shape practitioner innovation and implementation. By identifying and presenting examples of best practice, empirical investigation and new concepts for modelling and understanding the rapid changes in relationship management, EuroBlog 2008 will shape the agenda for social media discussion.

Inzwischen ist auch das vollständige Programm online. Sieht nicht nur sehr international sondern den Themen nach auch vielfältig, insgesamt ziemlich vielversprechend aus.
Hier geht’s direkt zum Registrieren.
Nett: Auch hier gibt’s eine Google Map mit den Vortragenden:

View Larger Map

Wikipedia - Realität (2)

März 12, 2008 at 2:27 Uhr nachmittags | In Wikipedia | No Comments

Über Robert bin ich auf einen lesenswerten Post gestoßen, in dem sorgfältig mehrere Wikipedia-”Manipulationsversuche” (ob es tatsächlich Manipulation war, darüber wird im Post diskutiert) deutscher Unternehmen gestoßen.
Ich kann diesem Kommentar -zumindest teilweise- zustimmen:
“Ist doch irgendwie verständlich.. ich kann die Handlungsweise der Firmen gut nachvollziehen. auch wenn sie sich dabei wohl wirklich etwas dumm anstellen…”

Bedenklich finde ich dagegen wenn z.B. BASF nicht zu den Zwangsarbeitern im 3ten Reich steht (da geht man Daimler z.B. reifer damit um, da ist das 3te Reich sogar Teil der Museums wie ich beim IBM Lotus Summit gesehen habe).

Das Problem bei Wikipedia ist halt, dass man die richtige Mischung finden muss aus Editwars (in denen sich eigentlich motivierte Autoren aufreiben) und der Offenheit, dass Artikel beliebig verändert werden können.

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