Studenten können so gemein sein…

Dezember 26, 2007 at 12:30 Uhr nachmittags | In Facebook, social networking, studivz.net | No Comments

Da schuftet man monatelang und will die jungen Leute glücklich machen. Das sind sie zuerst auch… Lob von allen Seiten. Aber dann das. Fallen einem so in den Rücken. Der große Aufstand!
Nein, ich rede glücklicherweise nicht von einer meiner Lehrveranstaltungen. ;-)
Ich rede natürlich schon wieder vom StudiVZ. Aber kann ich was dafür, dass die so viel von sich reden machen: Zuerst die AGB ändern, dann die AGB wieder ändern, dann die Anwälte feuern, …
Bei StudiVZ ist man so mit sich selbst beschäftigt, dass man vergessen hat, wer die Plattform nutzt. Studenten. Das sind junge Männer und Frauen -im Schnitt wohl 23 Jahre alt, die gerne Saufbilder von sich ins Netz stellen und sich private Nachrichten möglichst auf die Pinnwand schreiben, damit auch andere mitlesen können. Nicht nur, aber auch… als Student hat man da natürlich auch einfach keine Zeit groß zu recherchieren. Wenn die Welt sagt, StudiVZ verkauft Nutzerdaten dann wird das schon stimmen… ist ja nicht die Bildzeitung.
Und ist die Studentenwut aufgrund der StudiVZ-AGB-Sünden erstmal entbrannt - passiert sowas:
Zuerst haben viele damit angefangen, Ihre Nachnamen abzukürzen (was jetzt scheinbar nicht mehr geht), sich neue Profilfotos zu “geben” etc.
Nun fangen die Studenten an Gruppen zu gründen…. aber nicht nur ein paar: Ich habe gerade im Schnelldurchlauf um die 200 Gruppen gezählt, die sich mit den neuen AGB befassen. Ein paar davon haben schon über 150 Mitglieder. Die lustigsten einmal anbei:
- Meine letzte Gruppe: Time to say goodbye StudiVZ
- Ich will keine Werbung von StudiVZ in meinen E-Mails haben!!!!
- !! NICHTS WIE WEG - STUDIVZ-BOYKOTT AB 09.01 !!
- zurück zur email - ich bin raus aus studivz, schreibt mir!
- Niemand stirbt ohne das StudiVZ!
- StudiVZ - ALLE RAUS HIER !!!
- Niemand hat die Absicht, Werbung im StudiVZ zu schalten

Es gibt aber auch Gruppen “pro StudiVZ”:
- A. B. - StudiVZ ganz oder gar nicht: GEGEN die aktuell verhäuften Namenskürzungen im VZ!
- StudiVZ ändert die AGBs?Na und?P[zensiert] euch nich so an ihr Hippies
- neue AGB: studivz verkauft uns an Stasi-Nazi-Ausserirdische!!!! (der Gruppentext dazu: studivz wird immer schlimmer!! Nach zuverlässigen Informationen, die ich als Bildzeitungsleser für wahr befinden muss, plant studivz uns an türkische ausserirdische Nazi-Stasi-Agenten zu verkaufen. Auch Mikrosoft und Israel sind in diese miesen pläne verwickelt!!!)

Die letzte Gruppe trifft es eigentlich ganz gut: Was denken die Studenten eigentlich wie sich StudiVZ finanziert? Es gab monatelang genügend und gewichtige Gründe sich bzgl. Datenschutz in die Hose zu machen… dieselben Leute die sich damals weiterhin “sehr offen” präsentiert haben, wollen nun “Schluss machen”, obwohl StudiVZ die AGB angepasst hat und nur noch Banner-Targeting machen will?? Sei dem wie es sei. :)
Ich denke so viele werden dann in 2 Wochen doch nicht austreten. Hauptsache es legen sich noch viele einen (Zweit-)Account in Facebook zu…
Und spannend wäre jetzt natürlich auch eine Vorher-Nachher-Betrachtung bzgl. der Einstellung der Studenten zu den Themen Datenschutz und Werbung. Hmmmm, damit können wir demnächst dienen. ;-)

Owei, Studentenprotest im StudiVZ

Dezember 19, 2007 at 4:45 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, social networking, studivz.net | 4 Comments

Weil ich ja jetzt fleissig Facebook erkunde, wäre mir fast entgangen was sich in StudiVZ abspielt. Eine Revolute…
Der ein oder andere Studi scheint sich die neuen AGB doch etwas genauer angesehen haben (oder aufmerksam Zeitung zu lesen) und protestiert jetzt bzw. versucht zu “sabotieren”. Indem er sein Profil ändert.
Ich konnte bisher 2 Arten ausmachen.
1. Stiller Protest: Man benennt seinen Namen um. Entweder in einen Phantasienamen (siehe Screen ganz oben, “Hirschlein” :) sehr süß) oder mein kürzt seinen Nachnamen ab (siehe unten).
2. Protest: Man ersetzt sein Foto (Mitte).

NeueAGBStudiVZ

Gerade an Variante 1 wird sichtbar wie “verunsichert” die Studis bzgl. Datenschutz bei StudiVZ etc. inzwischen sind. Variante 2 finde ich ziemlich übertrieben, aber das sind u.a. die Auswirkungen des miesen (inzwischen geänderten) Welt-Artikels.

Achja, ich praktiziere übrigens (Spaß-)Variante 3, die aber manche auch schon von Beginn an “genutzt” haben und die eher andere für den Datenschutz sensibilisieren soll. Wirklich effektiv ist sie aber nicht: Ich studier(t)e “Angewandte Kindheitswissenschaften”. ;-)

Facebook kommt / Six Degrees Of Separation - The Experiment

Dezember 19, 2007 at 11:19 Uhr vormittags | In Facebook, Facebook-Apps, studivz.net | No Comments

Seit letztem WE bin ich am Umziehen. Ich bleibe schon in München-Giesing… aber mein privater Social Networking-Hauptsitz wandert vom StudiVz ins Facebook. Und ich muss sagen ich war überrascht, wieviele meiner “Kontakte” ich dort schon wiedergefunden habe…. Wenn man sich dann mal kurz (ein paar Minuten) mit dem ganzen Anwendungs- und Awareness (Newsfeed etc.)-Wirrwarr auseinandergesetzt hat, ist es auch gar nicht soo unübersichlicht und der “Wohlfühlfaktor stellt sich schnell ein”. Diese paar Minuten Aufwand (z.B. für das Einstellen der “privacy”-Funktionen) könnte man ja eigentlich fast als SNS-Customizing bezeichnen. ;-)

Bevor ich jetzt aber weiter über Facebook schreibe noch eine kurze Nachlese: Im Juli hatte ich darüber gemutmaßt, dass StudiVZ und Xing sich
(fast) keine Sorgen um eine Konkurrenz durch Facebook machen müssen. Ich gebe zu, dass ich meine Meinung leicht korrigieren muss. Schauen wir uns StudiVZ und Xing doch noch einmal an.

StudiVZ
Obwohl der damalige Post jetzt 6 Monate her ist: Was hat sich bei StudiVz getan? Nichts! Man hat die Plattform nicht weiterentwickelt (zumindest nicht sichtbar) und ist weiterhin für negative Presse gut. [Auch wenn man sagen muss, dass die deutsche Presse es etwas übertrieben hat, die letzte Woche. Warum ist klar: Würden die Nutzerzahlen der SNS und Leserzahlen der Blogs nicht mehr so rasant weiterwachsen, dann könnten die Zeitungen auch wieder mehr vom Kuchen des Online-Anzeigengeschäft abhaben.]
Was StudiVZ jetzt vorhat, Targeting (zielgerichtete Werbung), ist zwar ein logischer Schritt. Die Einführung jedoch nicht soo toll kommuniziert. Und inzwischen gibt es halt doch einige, die abgeschreckt sind. Ausserdem: Womit Facebook StudiVZ m.E. inzwischen klar aussticht: Dass nicht nur Studis, sondern alle Alters- und Bevölkerungsschichten dort auffindbar sind.
Ich will jetzt keine weiteren Prognosen wagen, weil ich nicht weiß was die weiteren Pläne von StudiVZ sind, aber eines ist sicher: Warm anziehen sollte man sich dort auf jeden Fall schon einmal. So faul sind Studenten vielleicht dann doch nicht, dass sie es nicht schaffen sich bei einem neuen Network anzumelden. Und wenn es Facebook demnächst auch noch auf deutsch gibt, ist es mehr als eine Alternative… Oder noch bildlich gesprochen: Facebook ist ein Porsche und inzwischen auch aus deutschen Strassen zugelassen und StudiVZ fängt an zu rosten… ;-)

Xing
Bei Xing hat sich schon bisl was getan. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man nicht unbedingt im selben Netzwerk geschäftlich und privat unterwegs sein muss/sollte. Aber auf der ECSCW-Konferenz in Irland gab es da auch andere Meinungen. Folgendes Zitat über den Erfolg von Facebook fand ich z.B. klasse:“You can’t use the BSCW to make party, but you can use Facebook to organise a project.”

Naja, auf jeden Fall bin ich jetzt also zunehmend in Facebook aktiv und dabei es fleissig zu entdecken und stelle fest, dass ich mich doch ganz gut damit abfinden kann, mit mehreren Mio Usern aus der ganzen Welt auf der selben Plattform aktiv zu sein. ;-) Dann ist nämlich sowas möglich:
You are invited to take part in the most ambitious facebook experiment ever…
Using the Six Degrees of Separation theory, I want to see if it’s possible to contact every single person on facebook. The theory states that everybody on this planet is separated by only six other people. (it could be argued that we’re all only six degrees from Larry Page and Sergey Brin - “The Google Guys”… although I’m guessing it’s a lot less than that! LOL).

Dabei handelt es sich um eine Gruppe der innerhalb von 22 Tagen schon mehr als 2,5 MIO (!) User beigetreten sind. Das sind mehr als StudiVZ aktive Nutzer hat. Und das ohne Vermarktung oä, einfach durch “Mund-zu-Mund-Propaganda”. Bisl blöd finde ich, dass der Gründer (Steve Jackson) mit der Gruppe auch seine Romane vermarktet. Aber ansonsten finde ich das Experiment super spannend. Mal sehen wie das weitergeht…

Schade finde ich, dass ich bisher fast keine (ausser im Social Commerce-Bereich) Berichte über sinnvolle Anwendungen in Facebook gibt. Ich hab mir vorgenommen, die nächsten Wochen ab und zu mal was über neue “Applications” in Facebook zu schreiben. Mal sehen was es da zu berichten gibt. ->> Neue Kategorie: “Facebook-Apps”.

StudiVZ rudert zurück

Dezember 15, 2007 at 12:32 Uhr vormittags | In Web 2.0, studivz.net | 5 Comments

(UPDATE: Die SZ hat den Titel dieses Posts “geklaut”… *g* Jaaa, natürlich liegt der Titel auf der Hand…;-).

Vermutlich aufgrund zahlreicher (teilweise sehr kritischer) Berichte in Zeitungen (SZ, Spon, Welt) und Blogs (z.b.) hat StudiVZ reagiert und seinen (Millionen) Nutzern vor 2 Stunden eine neuerliche Mail geschrieben:
“Liebes studiVZ Mitglied,
damit du das studiVZ-Netzwerk auch weiterhin wie gewohnt und ohne
Einschränkungen nutzen kannst, haben wir ab 2008 neue Allgemeine
Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregelungen in Form der
Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten.
Ab dem 20. Dezember 2007 und spätestens bis zum 9. Januar 2008 kannst du
den neuen AGB und Datenschutzregelungen zustimmen. Ab dem 9. Januar ist
die Nutzung des studiVZ-Netzwerkes ohne deine Zustimmung für dich nicht
mehr möglich. Weitere Informationen zu den neuen AGB und
Datenschutzregelungen findest du unter http://www.studivz.net/l/agbfaq/.
Auf diese Ankündigung hin haben sich bereits viele von Euch gemeldet und
uns damit ein wertvolles Feedback gegeben
. Dafür möchten wir uns
bedanken und noch einmal auf drei zentrale Punkte eingehen:
1. studiVZ hat noch nie Nutzerdaten an Dritte verkauft und wird dies
auch niemals tun.
2. Wir haben beschlossen, die SMS- und Instant-Messenger-Werbung aus den
Datenschutzerklärungen herauszunehmen. Diese Form der Werbung wird es
damit bei studiVZ auch zukünftig nicht geben.
3. Wer bis zum 9. Januar 2008 nicht die Gelegenheit hatte, den neuen AGB
und Datenschutzerklärungen zuzustimmen, braucht sich keine Sorgen zu
machen, dass sein Profil danach sofort gelöscht wird. Bis zum 31. März
2008 bleiben eure Profile für alle anderen Mitglieder sichtbar und wir
informieren euch weiterhin per Email über z.B. Freundschaftseinladungen.
Unabhängig von der Zustimmung zur Einführung der neuen AGB, könnt ihr
eure Profile im Übrigen jederzeit löschen, wenn ihr euch aus studiVZ
exmatrikulieren wollt. Dann werden eure Daten sofort gelöscht und damit
nicht weiter gespeichert.
Wir hoffen, dass wir etwaige Missverständnisse aus dem Weg geräumt
haben, wünschen euch weiterhin viel Spaß bei studiVZ und danken euch für
euer Verständnis.
Euer studiVZ Team.”

Ich finde: Gut reagiert! Dass StudiVZ mit Werbung Geld verdienen muss, ist jedem klar. Dafür hat auch jeder Verständnis. Dass SMS-und IM-Werbung nicht auf Gegenliebe stößt finde ich verständlich, offensichtlich auf mehr Abneigung als vorher von Verantwortlichen erwartet. Wenn man also jetzt darauf reagiert finde ich das ein gutes Zeichen.
Bin gespannt wie es weiter geht. GN8.

P.S.: Ist die ganze “Affäre” jetzt eigentlich ein Copy-Cat von der Facebook-Beacon-Geschichte?? ;-) Losgeprescht, kritisiert, bisl zurückgerudert und doch noch alle glücklich gemacht…

Weihnachtskarte / Marco ist frei

Dezember 14, 2007 at 5:07 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, Web 2.0, diverses, social networking | 1 Comment

Die kleinen und großen Freuden des Lebens:

Eine kleine Freude bei mir:
Das ist doch mal eine nette Weihnachtskarte, oder?

Und die große Freunde bei Marco W., seiner Familie und seinen Freunden (SZ):
Der seit acht Monaten in der Türkei inhaftierte 17-jährige Marco aus Uelzen ist frei. Das Gericht in Antalya entließ den Jungen aus der Untersuchungshaft. Der Prozess werde aber fortgesetzt, sagten Marcos Anwälte.

Ich weiss ja nicht wie es anderen geht, aber ich habe dieses Trara die letzten Wochen schon immer noch mitverfolgt (weil ich es als unglaubliches persönliches Drama empfinde) und finde es echt toll, dass es zu Weihnachten doch noch ein kleines Happy End gibt.

StudiVZ legt (werbetechnisch) los.

Dezember 14, 2007 at 1:41 Uhr nachmittags | In social networking, studivz.net | 5 Comments

Gestern hatte ich wie Millionen anderer StudiVZ-Nutzer eine Mail mit dem Betreff “Aenderung der allgemeinen Geschaeftsbedingungen und der Datenschutzerklaerung” in der Mailbox:
Liebes studiVZ Mitglied,
damit du das studiVZ-Netzwerk auch weiterhin wie gewohnt und ohne Einschränkungen nutzen kannst, haben wir ab 2008 neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregelungen in Form der Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten. Das ist aufgrund des enormen Wachstums und der Größe unseres Netzwerkes mit mehr als vier Millionen Mitgliedern unbedingt notwendig. Nur so können wir das studiVZ-Netzwerk weiterentwickeln und deine Daten gegenüber unkontrolliertem Missbrauch schützen.


Schade, dass man nach wie vor nicht ehrlich zu den Nutzern ist. Es geht doch gar nicht um das Wachstum von StudiVZ… es geht darum endlich mehr Kohle (durch Werbung) aus der Plattform zu holen.

Das hat nicht nur Don Alphonso erkannt. Sondern auch der SPIEGEL und die SZ

Don Alphonso deckt die Zusammenhänge schön auf, finde ich:
“Geht es nach den neuen AGB, die manche oder die meisten Mitglieder von StudiVZ heute bekommen haben - ich kenne Fälle, die sie nicht erhalten haben - und denen man bis zum Ende der Winterferien zustimmen soll, um nicht rauszufliegen - wird das für Holtzbrinck und sein Skandalstartup aber durchaus möglich sein, und zwar auch über das Abmelden von StudiVZ hinaus.
Bisher galt:
Mit der Abmeldung wird der gesamte unter dem Profil des Nutzers gespeicherte Datensatz vollständig gelöscht.
Im neuen Punkt 3.3 steht dagegen nur noch:
Mit der erfolgreichen Exmatrikulation eines Nutzers ist der Account des Nutzers nicht mehr zugänglich und sind die vom Nutzer in seinem Profil (”Meine Seite”) gemachten Angaben über das studiVZ-Netzwerk nicht mehr einsehbar.
Aber sonst? Nicht mehr einsehbar ist etwas anderes als vollständig gelöscht, und heisst nicht, dass StudiVZ und Holtzbrinck nicht bis ans Ende aller Tage die Daten nicht behalten - und verwerten können.”

Bemerkenswert finde ich, dass es den Nutzern sowas von egal zu sein scheint, was mit ihren Daten passiert… Dazu demnächst mehr wenn wir unsere Umfrage ausgewertet haben.
Passend noch etwas was ich erst auf F8Club gefunden habe:
Typisch für Facebook, erst mal machen, dann mal gucken, dann mal wegducken, dann langsam reagieren, irgendwann dann alles so machen, wie sie es sowieso hätten machen sollen. Eigentlich finde ich das sehr sympathisch, aber wenn es um die Privatsphäre der User geht, sollte vorher mehr geplant werden, damit verspielt man auf Dauer jeden Kredit. Ich glaube allerdings, das wie so oft, die meisten User das null Interessiert, auch wenn sie es interessieren sollte.

Um es nochmal klar zu sagen:

Ich finde es völlig iO, wenn StudiVZ die Daten zum Targeting nutzt. Aber warum kann man das nicht einfach auch so kommunizieren?
Und: Obwohl ich Targeting bzw. die neuen Werbemöglichkeiten, die sich dank SNS bieten durchaus interessant finde, graut es mir vor dem was StudiZ vorzuhaben scheint:
“Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen Instant-Messenger).”
Ok, danke für den Hinweis. Habe ich jetzt mal alles gelöscht (bis auf die E-Mail-Adresse, das geht natürlich nicht). Und das kann ich nur auch jedem anderen empfehlen….

UPDATE: Robert Basic meldet sich mit einem nicht ganz so kritischen Post zu Wort. Was mir daran nicht gefällt:
“Das mögliche Brouhaha ist gar nicht mal so dumm, damit weiterhin die Sensibilisierung des persönlichen Datenschutzes steigt, jedoch muss man StudiVZ nicht wirklich was vorwerfen, denn sie ermöglichen es jedem User, dieser vorgesehenen Handhabung einen Riegel vorzuschieben.”
Woher weisst Du denn das, Robert? Du hast doch noch gar nicht gesehen, wie diese “Einstellungen zur Verwendung meiner Daten” genau aussehen wird, oder?

Was ist eigentlich hengen?

Dezember 7, 2007 at 4:08 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, Web 2.0 | No Comments

Das Internet verkommt zu einem Debattierclub von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten. Ein Plädoyer für eine Wissensgesellschaft mit Verantwortung.
…steht heute auf der Sueddeutschen Online.

und weiter:
“Sie zerfleddern - wie es gerne auch wir Zeitungsmenschen tun - jedes Thema. Sie tun dies aber oft anonym und noch öfter von keiner Sachkenntnis getrübt. Sie zetteln Debattenquickies an, pöbeln nach Gutsherrenart und rauschen dann zeternd weiter. Sie erschaffen wenig und machen vieles runter. Diese Diskutanten des Netzes sind der Diskurstod, getrieben von der Lust an Entrüstung.”

Tja, sieht man beim Spiegel Online wohl ähnlich… sonst hätten die dort nämlich längst auf meinen “anonymen Hinweis” reagiert und diese Überschrift geändert: Drei verurteilte Mörder in Japan gehenkt.

Irgendwie finde ich das was die “traditionellen Medien” aktuell rund um “die Qualität des Web 2.0″ veranstalten echt ziemlich lächerlich. Man freut sich zwar über steigende Kommentarzahlen aber regt sich gleichzeitig darüber auf, dass nicht jeder Kommentar Literaturnobelpreisniveau hat und sperrt die Kommentare nun wieder (nahezu komplett) aus.
Klasse Schritt!!
Zurück zur Web 0.0.

UPDATE: Hihi, auf derselben Seite, auf der die SZ von Qualität spricht, steht das:
spiegel.jpg
Mal schauen wie lange sie brauchen um das zu finden….

UPDATE 2: Der Robert teilt noch ein wenig mehr aus. ;-)

Ein schlimmer Tag für Blogs in Deutschland

Dezember 6, 2007 at 2:44 Uhr vormittags | In Blogs | 3 Comments

Stefan Niggemeier berichtet von einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg gegen ihn.

Sein Resume - dem ich in vollem Umfang zustimme:
Würde sich das Rechtsverständnis des Hamburger Landgerichts, wie es sich in vielen Entscheidungen zeigt, durchsetzen, wäre das das Ende der offenen Diskussion in Foren, Blogs und Online-Medien. Denn das Risiko, ein Forum oder ein Blog zu betreiben, das sich in irgendeiner Form mit heiklen Themen oder dubiosen Geschäftspraktiken befasst, wäre viel zu groß.

Blase oder nicht Blase? Das ist hier die Frage.

Dezember 5, 2007 at 3:51 Uhr nachmittags | In Web 2.0 | No Comments

Finde den Titel von zweinull auch nicht schlecht:
Der andere Jahresrückblick 2007

Und los geht…

Dezember 4, 2007 at 12:10 Uhr vormittags | In Enterprise 2.0, Studie, Wissenschaft, XING, social networking | No Comments

…der Entspurt Richtung X-Mas.

* Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit haben wir heute im Rahmen eines Studienprojektes eine Umfrage zur privaten Nutzung von Social Networking Services in Deutschland gestartet.
Nachdem es in Deutschland noch keine Umfrage dieser Art gab, erwarte ich mir ziemlich interessante Ergebnisse.
Umfrage

Deswegen: Mitmachen. (Die Umfrage hat 24 Fragen und dauert ca. 8 Minuten). Es gibt Kinokarten zu gewinnen.

* Seit heute gibt es bei Xing einen Awareess-Feed. Robert Basic berichtet schon davon. Ich kann ihm da nur zustimmen. Gibt’s bei Facebook schon ewig und wesentlich ausgereifter… Frage mich warum das sooo lange gedauert hat. Andererseits: Viel umfangreicher müsste die Funktion imho auch nicht sein, sonst verliert man echt den Überblick….
Naja immerhin, vielleicht gibt’s ja von Xing demnächst noch ein “richtiges” Weihnachtsgeschenk.

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.