Financial Impact of Web 2.0…
November 24, 2007 at 11:12 Uhr vormittags | In Web 2.0 | 3 Comments…war der Titel der “Tagung” die ich gestern an der TU München besucht habe. Der FIM-(Elite-)Studiengang (München/Augsburg) hatte sich eine Vielzahl interessanter Vorträge und Diskussionen mit hochrangigen Führungspersönlichkeiten namhafter Unternehmen zum Ziel gesetzt. Zumindest letzteres ist unbestritten, wenn man sich die Liste der Vortragenden einmal ansieht: Klaus Martini (CIO Deutsche Bank), Peter Schütt (IBM), Christoph Neuberger, Alexander Samwer…
Bei den Studenten kam natürlich besonders Alexander Samwer ziemlich gut an, der ca. 1 1/2 Stunden ohne Folien von seinen persönlichen Erfahrungen mit alando, yamba und aktuellen Investments berichtete. Aber auch Peter Schütt erntete gute Kritiken (wie zu erwarten).
Ich habe ihn leider selber nicht gesehen, weil ich mir anhören wollte was ATKearney so mit dem Web 2.0 anstellt. Mein Resume: Nicht viel. Man hat zwar dort Social Commerce und vor allem Crowdsourcing für sich entdeckt. Und auch ein tolles Label: “Customer Energy”. Aber der (für einen Management-Berater durchaus sympathische) ATK-Vertreter Michael Römer kannte Crowdsourcing-Konzepte wie fon offensichtlich selber nicht richtig. Deswegen ist sein Resume (genau wie das von Klaus Martini) bzgl. Web 2.0 wohl eher: Wir nennen das was wir machen schon auch gern Web2.0 aber jetzt schauen wir erstmal was weiter passiert. Wie halt auch bei Daimler: Lieber Fast Follower statt Early Mover. Bei ATK kam z.B. Enterprise 2.0 -die Zusammenarbeit in Unternehmen- überhaupt nicht zur Sprache.
Einer der wenigen Vorträge in diese Richtung war von Florian Babel (Business Advisor, IBM Deutschland). [UPDATE: Den Teil habe ich nachträglich entfernt, weil es nicht meine Absicht ist oder war Herrn Babel zu schaden. Bei Herrn Koch gibt es etwas darüber zu lesen.]
Unterm Strich bleibt bei mir der Eindruck, dass es auch Ende 2007 noch große Unternehmen und Berater gibt, die nicht so viel mit dem Web 2.0 anzufangen wissen.
Und deswegen -so meine Vermutung- kam gerade der Vortrag (obwohl frei vorgetragen und deswegen eher unstrukturiert) von A.Samwer so gut an.
Seine Devise bzw. sein Aufruf an die Studenten: “Web 2.0 ist eine große Chance. ‘Einfach machen’.”
Als ich mich (nach leckerem Dinner, wie es sich für FIM gehört) auf den Nachhauseweg machte stand der gute Herr Samwer immer noch in einer Traube von jungen Leuten und ich bin mir sicher, dass McKinsey und BCG gestern abend 1,2 Top-Studenten an die Selbstständigkeit verloren haben. Gut so. ![]()
Definition Social Networking Services / Sites
November 8, 2007 at 8:07 Uhr nachmittags | In Wissenschaft, research, social networking, youtube | 6 CommentsIch hatte gerade ein interessantes Gespräch mit der Studentengruppe, die in den nächsten Monaten Social Networking Services berackern wird (und von der Großes zu erwarten ist :-).
Naja, auf jeden Fall bin ich dabei zufällig auf die Idee gekommen, die Defintion, die Danah Boyd vor ein paar Wochen online gestellt hat (und die demnächst im Journal of Computer-Mediated Communication erscheinen wird), neben die unsere (die in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Wirtschaftsinformatik erscheinen wird ist erschienen) zu legen und was soll ich sagen.
Wir sind uns ja ziemlich einig:
Danah Boyd:
We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system.
Koch/Richter/Schlosser:
Als Social-Networking-Dienste (Social-Networking-Services, SNS) werden Anwendungssysteme bezeichnet, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.
Vom Niedergang der e-mail (?) und dem Aufstieg des Comparison Shopping
November 8, 2007 at 3:23 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Social Commerce, social networking | No CommentsIch bin gerade auf der Suche nach einer Studie von Hitwise aus der diese nette Grafik stammt:

(via viavia)
Die Grafik lässt ich übrigens so deuten: Traffic in Social Networks nimmt zu (wen wundert’s) und E-Mail-Konsum geht marginal zurück (wird auch schon länger prophezeit). Also nix neues. Noch kurz zu meinem Senf: Ich würde nicht so weit gehen und behaupten, dass man am Chart sieht, dass Kommunikation in SNetworks E-Mail-Kommunikation substituiert. Vielleicht minimal. Aber sicher nur am privaten Bereich. Und ich glaube, dass man die Mails nicht so schnell aus dem Arbeitsleben verbannt haben wird wie manche Unken. Auch wenn Peter Schütts Tochter da vielleicht anderer Meinung ist.
Leider hab ich die Studie zwar nicht gefunden (nur diesen Blog-Post), aber dafür eine andere spannende:
Comparison shopping websites saw an increase in the online market share of visits last week compared to the same week in 2006, Hitwise reported today. Online traffic to a custom category of leading comparison shopping websites increased 56 percent for the week ending Nov. 3, 2007 compared to Nov. 4, 2006.
56% in einem Jahr? Sauber! Die Interpretation überlasse ich anderen, muss in die Übung.
“2.0″ - es reicht.
November 7, 2007 at 10:39 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien, Enterprise 2.0, Web 2.0 | 1 CommentWeb 2.0 ist heute schon eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, auch wenn es erst vor 2-3 Jahren begonnen hat.
Nein, ich will nicht schon wieder mit unserem tollen Buch anfangen, auch wenn das aus dem Geleitwort stammt. (Btw, schick ist der Satz trotzdem.)
Web 2.0 trifft/traf den Puls der Zeit und auch den Begriff Enterprise 2.0 finde ich nach wie vor absolut treffend und halte ihn für mehr als ein Buzzword.
Aber was in den letzten Monaten mit der Beigabe “2.0″ stattfindet würde ich gelinde gesagt also Buzzword-Bingo hoch 10 bezeichnen.
In Facebook gibt’s z.B. die Gruppen Marketing 2.0, Media 2.0 und mein Favorit ist Couchsurfing 2.0! ![]()
Die 2.0eritis macht auch vor dem Managermagazin nicht halt:
Führung 2.0 und der intelligente Schwarm (via)
Führung 2.0, Management 2.0,…. MannoMann.
Ach ja: Ich wette (um eines unserer Bücher), dass die Interviews im Beitrag (z.B. mit “Fast Follower” Marc Lampe von Daimler) vor 2 Wochen in Stuttgart stattfanden.
UPDATE: Oh Mann wie peinlich, ich hab den Artikel jetzt erst richtig gelesen und gesehen, dass da ein gewisser Michael Koch und ein Herr Basic auch zitiert wird. Damit kann ich mir die Wette natürlich schenken. Es war in Stuttgart.
P.S.: Am dämlichsten finde ich die Facebook-Gruppe Music 2.0. Aber auch die hat schon 600 Mitglieder.
Avantgarde: Unsere Forschungsgruppen-Website
November 6, 2007 at 1:29 Uhr vormittags | In Blogs, research | 1 CommentSollte ich tatsächlich jemand geben, der diesen Blog aber nicht unsere(n) Forschungsgruppe(-nblog - der vor gar nicht so langer Zeit mit dem Namen Enterprise 2.0 -Blog gestartet ist) im Feed hat, den weise ich an dieser Stelle gerne darauf hin: Wir haben die Website sozusagen “ge-relaunched”.
Und wie!
Es ist nicht nur so, dass wir das Layout ein wenig gepimpt und nun -ganz im Sinne der Modularisierbarkeit- zahlreiche Webservices in die Site eingebaut haben (Google Calendar, Bibsonomy, del.icio.us-Bookmarks, RSS-Feeds anderer Blogs, Google Maps zur Standortanzeige, …).
Es war auch vorgesehen, die Sidebars/Frames an die gewählte Kategorie anzupassen. Und das klappt super.
Herr Koch macht es vor: Wer seine Site aufruft, bekommt nur seine persönlichen Bookmarks, die RSS-Feeds seine persönlichen Blogs, seine Publikationen, etc. angezeigt.
Man sollte ja immer vorsichtig sein mit solchen Äusserungen, aber: Ich kenne zumindest keine Uni-Website die dermaßen persönlich/individuell und gleichzeitig “aufwartet”.
Zudem hat ein Test unter mehreren VWLern gezeigt, dass die Site trotz allem noch übersichtlich und intuitiv ist. ![]()
Wenn es in der Entwicklungsgeschwindigkeit weitergeht, dann sollten wir uns in 3-4 Wochen Gedanken machen, wie wir unsere Skype-Accounts (wäre vielleicht sogar sinnvoll) und Handys (lieber nicht!) in die Website integrieren. ![]()
Social-Networks-Herbst 2
November 2, 2007 at 5:57 Uhr nachmittags | In Blogs, social networking | No CommentsEine Homage an Tokio-Hotel ;-)
November 2, 2007 at 1:22 Uhr nachmittags | In Die bösen Medien | No CommentsIch weiss nicht so recht was vom gestrigen Abend halten soll. Wir Münchner waren ja stolze Gastgeber der MTV Europe Music Awards. Im Vorhinein wurde erstmal wochenlang diskutiert, ob man eine solche Veranstaltung an Allerheiligen im katholischen München stattfinden lassen kann. Man kann. Und stolz wie Oskar eröffneten die Münchner Offiziellen die Münchner Festspiele schon vorgestern mit einer Pressekonferenz. Nur: Wo war da eigentlich OB Ude?
Und dann - der Abend?
Die Sueddeutsche meint:
MTV verlieh in München die Europe Music Awards an Tokio Hotel, Amy Winehouse und weitere übliche Verdächtige. Auch Moderator Snoop Dogg konnte die Belanglosigkeit des Abends nicht überspielen.
Also so schlimm war es jetzt auch nicht! Aber bei der SZ tut man sich zur Zeit ja ohnehin nur noch durch scharfe Kritiken hervor, oder?
Da gefällt mir der Artikel in der Welt schon wesentlich besser:
Amy Winehouse trat mit einer Akustik-Version ihres Songs „Back to Black“ vor das Publikum. Die auch wegen ihrer Drogen-Eskapaden bekannte Soul-Sängerin stand auf wackeligen Beinen und wirkte zeitweise nicht taktsicher – und sang dennoch wunderbar.
Da kann man nämlich rauslesen, dass die gute höchwarscheinlich ziemlich high war - auf der Bühne.
Wo ich auf jeden Fall zustimmen würde ist, dass der ganze Abend irgendwie ein wenig pseudo war. Ich verstehe z.B. nicht warum Boris Becker die ganze Zeit über die Bühne boppelte. Und warum um Gottes Willen gewinnt Bushido schon wieder den “Best Act”. Es rannten eh schon genügend “Gangster” auf der Bühne rum.
Was hat der Eintrag jetzt eigentlich mit Web 2.0 etcpp und dem Titel zu tun? Nicht viel. Ausser, dass Tokio Hotel den Preis für die beste Fan-Website bekommen hat. Und wer auf die Fan-Site schaut, der sieht man auch einiges Web2.0-iges… z.B. RSS-Feeds, und es gibt sogar eine Art Networking-Plattform… Sehr brav!!
Im Übrigen ist Tokio Hotel dafür verantwortlich, dass Deutsch in mehreren unserer Nachbarländer, z.B. Frankreich wieder die Lieblingssprache der Schüler ist. Über die Musik kann man ja geteilter Meinung sein, aber das ist natürlich schon toll, finde ich….
Hier -als Dank sozusagen- das neueste Tokio-Hotel-Video:
Social-Networks-Herbst
November 1, 2007 at 7:12 Uhr nachmittags | In Enterprise 2.0, Wissenschaft, social networking | 2 CommentsDie Zeichen stehen gut, dass es beim Thema Social Networking Services in den nächsten Monaten endlich mal wieder richtige Neuigkeiten gibt.
Dass es in letzter Zeit nicht sonderlich spannend war, glaubte ich daran zu erkennen, dass man sich in Kleinbloggersdorf damit begnügte Listen mit SN zu erstellen oder ab und zu die immer noch nahezu wöchentlich neu hinzukommenden SN zu analysieren. Zusätzlich gab es vielleicht noch die ein oder andere (Meta-)Überlegung. Z.b. gerade erst von Danah Boyd die sich entschieden hat ihr Profil in Facebook nun öffentlich zu gestalten und auch Personen als Kontakt hinzuzufügen, die sie nicht persönlich kennt. Eine neue Strategie bzgl. Identitätsmanagement also sozusagen.
Aber dann diese Meldung: Google arbeitet (zusammen mit einigen Juniorpartnern wie LinkedIn, hi5, Friendster, Plaxo, Ning - es soll auch das deutsche Xing dabei sein) an einem Standard für Programme in Social Networking Services. D.h. es wäre Entwicklern dann möglich Anwendungen zu schreiben die in allen beteiligten SNS zum Einsatz kommen können - wobei man momentan ja eh nur für Facebook ein Prog. schreiben kann.
Folgen:
- Die SNS würden alle “besser” werden bzw. davon profitieren. Facebook würde folglich nicht mehr in derselben Geschwindigkeit davonziehen. Wenn die Lücke der kleinen Networks zu Facebook sich durch diese Initiative verkleinert kann das Google ja auch nur recht sein (Marktwert etc.).
- Google kommt es natürlich grundsätzlich zugute, wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit und Verbreitung bzw. Nutzung der Networks zunimmt und damit auch insgesamt die Nutzung des WWW, weil das für Google mehr Werbeeinnahmen bringt.
Weitergehende Gedanken dazu gibt es z.B.
Und hier gibt es auch ein kleines Filmchen dazu…
Ist die WordPress-Plattform gehackt worden…
November 1, 2007 at 9:57 Uhr vormittags | In Uncategorized | No Comments
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