Umzug 2.0

Mai 31, 2007 at 7:33 | In social networking | Leave a Comment

PaulinePauline berichtet in einem absolut lesenswerten (interessanten und lustigen) Post davon, dass ein großer Teil Ihres persönlichen Netzwerks dabei ist von Twitter auf Jaiku zu wechseln, oder zumindest einen Zweitaccount auf Jaiku anzulegen.
Für mich (als nicht Twitter-Nutzer) war das zum einen schon mal eine super Fallstudie über die Nutzung von Twitter. Zum anderen wird sehr anschaulich wie so ein Wechsel der Nutzer zustandekommen kann:
1. Dem einen oder anderen gefällt die Anwendung nicht mehr und er wechselt.

2. Ein paar andere gehen mal neugierdehalber mit und schauen sich das ganze mal an:


3. Und schliesslich fühlen sich manche schon dem Gruppenzwang ausgesetzt:

Ich fände es super spannend zu schauen, wieviele verschiedene Wechselgründe es gibt und wie sich die Personen prozentual darauf verteilen.
Unterm Strich bleibt, dass nun beide Netzwerke nebeneinander existieren und, dass durch zwei parallele Accounts die „Koordination“ natürlich eher schwieriger denn einfacher wird.
Aus Informatiksicht wäre es halt schon praktisch ein Meta-Netzwerk zu haben. Dann fiele der Umzug wesentlich leichter oder wäre gar nicht nötig.
Mein ja bloß….

Mai = Übernahmewelle

Mai 31, 2007 at 6:13 | In Börse, Google, Web 2.0 | 1 Comment

Bilde ich es mir bloß ein, oder gab es im Mai so einige „Web2.0-Übernahmen“?
Ich versuche mal zusammen zu fassen:

- Photobucket durch MySpace (250 Mio USD)
- Last.fm durch CBS (280 Mio USD)
- Feedburner durch Google. (100 Mio USD)
- Zanox durch Axel Springer und PubliGroupe (225 Mio €uro]
- aQuantitative durch Microsoft (6 MRD USD!)
- 24/7 Real Media durch die WPP Group (650 Mio USD)
- StumbleUpon durch Ebay (75 Mio USD)
- Greenborder,Panoramio und wahrscheinlich noch einige andere durch Google.
- … (welche vergessen?)

Das alles kann dann im Juni übertroffen werden, wenn Microsoft Yahoo für (um die) 50 MRD USD übernimmt. ;-)

P.S.: Ich hatte die Liste schon gestern angefangen und *ischwör* es ist reiner Zufall, dass Don Alphonso heute nacht darüber gerschrieben hat, dass oftmals die vielen Nutzer das Geld für die Plattform bringen. Wobei ich finde sein Beitrag ist eine schöne Ergänzung zum obigen.

Die Archivierung der Geschichte

Mai 30, 2007 at 10:22 | In Blogs, Informationsexplosion, Wissenschaft | Leave a Comment

An mehreren Stellen macht man sich gerade fleissig Gedanken wie man „Alltag und Kommunikation Anfang des 21. Jahrhunderts“ dokumentieren könnte. In der British Library sollen deswegen mehrere tausend Mails gespeichert werden um „im größten Weblog aller Zeiten festzuhalten, womit der Brite den 17. Oktober 2006 hinter sich brachte“. Wie schreibt die SZ leider nicht. Würde mich ja schon interessieren. Auf ner DVD? ;-)
Und bei der deutschen Nationalbibliothek sollen Webseiten (wie Online-Zeitungen, E-Zines und “wertvolle” Weblogs) per FTP eingereicht werden.
Bisl blödsinnig aber witzig. (via Blogpiloten)
Fürs persönliche „Geschichtsmanagement“ haben sich Mails bei mir auf jeden Fall etabliert. Ist echt spannend mal 6 Jahre alte Mails anzusehen. Da hatte ich noch Sorgen. *g*

Das Ende der Massen

Mai 30, 2007 at 9:47 | In Die bösen Medien, social networking | Leave a Comment

In einem Artikel vom 6.3. schreibt Jörg Häntzschel von der SZ vom „Ende der Massen“. Und ist aus irgendeinem Grund der Meinung soziale Netzwerke wie MySpace würden zu schnell wachsen und damit an ihre Grenzen stoßen. Ein ziemlich witziger, man könnte auch sagen bodenlos schlecht recherchierter Artikel… Da verwechselt der Autor zunächst mal Netzwerke mit Communities und löst die beiden Begriffe bis zum Ende nicht auf. Dann bringt er als Gründe für „das Ende“ von großen Social Networks z.B.“dazugehören und Freunde machen, was kommt danach?“ und die Tatsache, dass MySpace durch die Übernahme von News Corp. „im Moloch der Konzernmedien“ wäre. Mag ja sein, dass da jetzt fleissig vermarktet wird, aber das hat doch nichts mit der Größe eines Netzwerks zu tun!!! Überhaupt ist der ganze Artikel wohl noch einem Besuch bei myspace entstanden, was ich jetzt nicht als klassische Social Networking Plattform ansehen würde. Da fehlt einfach zu viel….
Ohne jetzt weiter auf dem Artikel rumhacken zu wollen: Genau das Gegenteil was Herr Häntzschel da berichtet ist doch der Fall: Im optimalsten Fall wären alle Internetuser in einem großen (Meta-)Netzwerk vereint. Dieses wäre zwar noch anpassbar (je nach Bedarf), aber grundsätzlich wären dann dem Beziehungsmanagement keine Grenzen gesetzt. Nachdem Identitätsmanagement, Community-Unterstützung und auch Dinge wie gemeinsamer Kontext im Prinzip dort abgedeckt sind, wäre ich jetzt wieder bei virtuellen Welten. Und wenn es sich dabei um Open-Source handelt sind, wäre die Abhängigkeit vom Anbieter auch nicht gegeben. *grübel, grübel*

Die Mini GmbH – Der Hit

Mai 26, 2007 at 10:05 | In diverses | 3 Comments

Jeder der sich bisher mit einer Web 2.0-Plattform selbstständig machen wollte, war erstmal am überlegen, ob er eine Ltd. gründen oder doch irgendwie 25000€ für die GmbH „raisen“ sollte. Das Risiko ohne Haftungsbeschränkung eine Webplattform zu betreiben sind (klugerweise) nicht viele eingegangen… Zahlreiche Gründer haben sich für die Ltd. entschieden. Prominentes Beispiel: Studivz.
Ich glaube viele der 40.000-Ltd-Gründer hätten sich anders entschieden, wenn sie ausführlicher mit ihrer IHK gesprochen hätten. Die finanziellen Risiken bei einer Ltd. sind immer noch enorm.
Und jetzt das: Die Mini GmbH. Mehr hier und (noch besser): hier.
Suuuuuper Sache.
Einziger Wehrmutstropfen: Die Mini GmbH soll erst Anfang 2008 kommen. :-(

Danke für den Hinweis, Robert Basic.

Nie wieder Radiointerviews…

Mai 24, 2007 at 8:35 | In Die bösen Medien | Leave a Comment

… ich hoffe nur niemand hat das gehört. Wie peinlich!!! Aus einer halben Stunde Interview holt der Armin ausgerechnet meine dämlichste Aussage raus… „Super-Monster-Pipe“. Das habe ich so gar nicht gesagt!! ;-) Das ist ne Manipulation. :-( Ab sofort gibt’s ne neue Kategorie: Die bösen Medien.

Mashups, Bayern 2 und ich

Mai 24, 2007 at 3:05 | In Web 2.0, youtube | Leave a Comment

Gestern rief der Armin Hirsch von Bayern 2 – Zündfunk bei mir an, mit der Frage, ob wir ein Interview über Yahoo-Pipes (und Mashups) machen könnten. Ja klar können wir. Ich bin zwar nicht der proaktivste User, aber natürlich kenne ich Pipes. So hat das Interview dann heute morgen stattgefunden. Ich fands ein sehr nettes Gespräch und hat Spaß gemacht… Mal schauen was der Armin daraus macht…so schnitttechnisch. *g* Auf jeden Fall wird das Ganze noch heute gesendet. Und zwar zwischen 19 und 20.30 Uhr (auf eben Bayern 2). Es wird wohl wie so oft sein, wenn man später dann mal was von sich sieht oder hört. Immer dieselbe Frage: „Was habe ich denn da für nen Käse erzählt?“
Achja: Natürlich hab ich mir dann vorher (und nachher) nochmal ein paar Gedanken gemacht… und was mich seit gestern beschäftigt ist die Frage: Wie definiert man ein Mashup? Denn Pipes wird im Radio-Beitrag Mashup genannt. Also es gibt da ja so ein Standardwerk über Social Software. *g* Da steht:
„Web 2.0-Anwendungen, von denen ein Großteil ihres Mehrwertes durch „importierte“ Inhalte
geschaffen wird, werden unter dem Begriff Mashups (vom englischen „to mash“ für vermischen)
zusammengefasst. Dabei nutzen die Mashups die offenen APIs, die andere Web-
Anwendungen zur Verfügung stellen.“

AAAber:
Kann so ne Pipe dann schon als Anwendung gesehen werden?
Ich hab in der Web 2.0-Gruppe im Studivz mal ein wenig Crowdsourcing betrieben (gefragt…) und bekam eine interessante Antwort von Andreas Thiel. Ich fasse seine Idee nochmal in eigene Worte (bzw. kürze diese unverschämt auf einen Satz, so wie ich sie verstanden habe / verstehen wollte *g*):
Pipes baut auf dem Mashup-Konzept auf bzw. ist ein Mashup-Konzept (Kombination von Inhalten) ist aber kein Mashup im Gegensatz zu z.B. Twittervision.

Finde ich echt gut. Wer noch? ;-)

P.S.: Hier kommt der Vollständigkeit halber die ganze Antwort von Andreas (sobald er zugestimmt hat. Lesson learned: Lieber immer warten ob der Ideeneigentümer was dagegen hat ;-)

Lightweight Presence Awareness Indicators im E-Commerce

Mai 22, 2007 at 3:52 | In Blogs, Social Commerce, social networking | 3 Comments

Ich finde das Prinzip von LPAI hat schon was. Ich stehe zwar nicht so auf Twitter / boykotiere es, weil ich finde solche Dinge fördern echt das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. ;-) Zumindest bei mir… (Wobei Twitter passiv verfolgt auch ziemlich witzige Seiten hat, siehe z.B. „Herrn Schäuble„)
Aber trotzdem: Die Idee einfach mal eben ein „wenig Awareness zu schaffen“ ist schon nicht schlecht.
Wie Herr Krisch heute berichtet gibt’s jetzt auch nen Twitter fürs Shoppen: Shopalize. Ich würde jetzt auch eher am Sinn bzw. persönlichen Nutzen zweifeln. Aber Paulinepauline nutzt es z.B. schon fleissig.
Mal sehen ob es demnächst einen Post dazu in ihrem Blog gibt. Vielleicht hat sie ja doch etwas daran geniales entdeckt…

P.S.: Achja. Zumindest ist es ein weiteres Beispiel für Social Commerce. Mal überlegen wo man das einordnen könnte. *zwinker*

Nobel, nobel…

Mai 22, 2007 at 2:19 | In Blogs, Web 2.0 | Leave a Comment

Es gibt doch auch noch erfreuliche Nachrichten: In Kanada lässt die Musikerin Jane Siberry ihre Fans bestimmen, wieviel sie für eine CD bezahlen wollen (Im Extremfall also nichts) und fährt damit sehr gut. (via XC)
Und in Deutschland verschenkt der Marco Ripanti T-Shirts mit dem Slogan: Die Bildungsgruppe zieht an. Sauber!! Und das beste (wie ich finde): Ganz ohne Bedingungen. Einfach so. Cool! Da bin ich dabei und habe gleich mal zwei (für mich und meinen Chef) Polo-Shirts bestellt. :-) Wie einfach man mich doch glücklich machen kann….

P.S.: Ja, ja. ;-) Ich weiss, dass man das nicht vergleichen kann. Das eine ist „User-Pricing“ (oder so: wie heisst das eigentlich?) und das andere schlichtweg Promotion / Marketing. Trotzdem finde ich das passt irgendwie zusammen…

Die kapitale Entgleisung der Bildzeitung und wie die Medien darauf reagieren

Mai 21, 2007 at 10:49 | In Die bösen Medien | Leave a Comment

„“Niederträchtig und verworfen“ findet Hans Leyendecker, leitender Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ die Bild-Berichterstattung über den „Fall“ Khaled al-Masri. Der ein oder andere Blogger wählt da doch noch deftigere Worte. In jedem Fall lohnt es sich für jeden den Post im Bildblog zu lesen. Und dann darf man sich fragen wie krank man als Bild-Redakteur sein muss. *Kopfschüttel*

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